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Videothekenverband (IVD) erwirkt einstweilige Verfügung

 
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Kavi
Boss hier


Anmeldedatum: 01.08.2006
Beiträge: 1002

BeitragVerfasst am: 22.05.2008, 23:12    Titel: Videothekenverband (IVD) erwirkt einstweilige Verfügung Antworten mit Zitat

Vor dem Landgericht München konnte der Videothekenverband (IVD) eine einstweilige Verfügung gegen Usenext erwirken, die jedoch nicht rechtskräftig ist.

Grund dafür war die Werbung einiger Affiliate Partner von Usenext mit Pornos aus dem Usenet. Jeder, der das Usenet kennt, weis, dass die alt Hierarchie mit einer newsgroup über Sex überhaupt erst entstand und weiß ebenfalls, das alt.binaries.erotica die größte Subhierarchie von alt.binaries ist. Knapp gefolgt von den mp3 Newsgroups.

Bereits im Februr dieses Jahres versandte Usenext eine Mail an alle Affiliates.

Zitat aus der Mail:
Zitat:
Sollten die Inhalte Ihrer Websites gegen das geltende Recht verstoßen, insbesondere gegen das Urheber- und Jugendschutzrecht, so bitten wir Sie ihre Websites unverzüglich gemäß dem geltenden Recht umzugestalten. Andernfalls fordern wir Sie auf, unsere Werbung unverzüglich zu entfernen.

Bitte bedenken Sie, dass Sie sonst Gefahr laufen für diese Rechtsverletzungen belangt zu werden. Rechtsverletzungen im Bereich des Urheber- und Jugendschutzrechts sind kein Kavaliersdelikt!

Da uns nicht bekannt ist, auf welchen Websites Sie unsere Werbung eingebunden haben und sich die Gestaltung ihrer Websites laufend ändert, ist es uns leider nicht möglich, nur solche Partner anzuschreiben, deren Websites möglicherweise gegen das geltende Recht verstoßen.


Man sollte meinen, mit einer solchen Mail hätte der Usenet Provider das Richtige getan, um Werbung, wie sie nun für diese einstweilige Verfügung ausschlaggebend war, zu unterbinden. Doch einige deutsche Gerichte sind der Meinung, dass man grundsätzlich für seine Affiliates haften würde, selbst dann, wenn man, wie es bei Superclix der Fall ist, noch nicht einmal selbst weiß, wer da eigentlich alles für einen wirbt und auf welchen Webseiten.

Dass das wirklichkeitsfremd ist, sollte eigentlich klar sein. Wer kann die Webseiten mehrerer Tausend Affiliate Partner überwachen? Würden solche Urteile von höheren Instanzen bestätigt, wäre dies das Ende der Werbung über Affiliate Partner. Doch genau diese Werbung ist das gängige Marketing-Modell des Webs.

Das weiß natürlich auch der Videothekenverband (IVD). Videotheken leben hauptsächlich von Pornos und merken immer stärker die Konkurrenz des Internets und des Usenet. Mit einer halbwegs schnellen Internet Verbindung ist ein Porno Video schneller aus dem Usenet geladen, als man braucht, um zur Videothek im selben Stadtteil zu fahren. Zurück bringen muss man das Video dann auch noch.

Mit der Leihgebühr für 2-3 Videos ist der Usenet Zugang schon bezahlt. Kein Wunder, dass sich das rumspricht.

Usenext hat niemals für Pornos aus dem Usenet geworben!
Es ist typisch für das deutsche Rechtssystem, dass man nicht gegen die vorgeht, die Usenext-Werbung auf ihren gegen geltendes Recht verstoßenden Webseiten einbinden, sondern gegen den Merchand Usenext, der noch nicht einmal weiß, in welchem Umfeld die eigene Werbung erscheint.

Wenn man das nur noch ein bißchen weiter konstruiert, könnte jedes Arschloch jede beliebige Firma ruinieren, indem, ohne die Firma zu fragen, Werbebanner dieser Firmen auf Webseiten mit extrem rechtswidrigen Inhalten eingebunden wird. Gibt da ja genügend Themen zur Auswahl. Terrorismus, Auschwitz-Lüge, Kinderp...

Also, liebe Leute, nehmt Euch die Rechtsprechung des LG München ins gedächtnis und ihr wisst, wie leicht man an seinem Ex-Arbeitgeber Rache üben kann.

Eine Regierung, die seit Jahren kein vernünftiges Gesetz mehr zustande gebracht hat und Richter, die Verstand und Realitätssinn an der Garderobe abgeben, bringen solche Urteile zustande.

NZB.to, eine von aeton gesponserte Seite, nahm denn auch gleich die Meldung zum Anlass für abenteuerliche Spekulationen. Dabei übersieht man sowohl bei aeton als auch bei nzb.to, dass zwischen direktem Sponsering, wie es bei nzb.to/aeton der Fall ist und irgendwelchen Affiliate Seiten einen ganz wesentlichen Unterschied gibt. Bei Affiliates versucht die deutsche Rechtsprechung zwar schon seit längerem, eine Auftraggeber-Auftragnehmer Beziehung zu konstruieren, selbst dann, wenn jeder Webseiten Betreiber sich zu einem Affiliate Programm anmelden kann und der Merchand nicht in der Lage ist, die Webseiten der Anmeldenden persönlich zu überprüfen, geschweige denn persönlich laufend zu überwachen. Doch sind einige Gerichte auch der realitätsnahen Auffassung, dass Werbung, die von Affiliates auf beliebigen Webseiten eingebunden wird, kein Auftrag des Merchands zu Rechtsverstößen ist.

Sponsering hingegen ist eindeutig eine Auftragsvergabe. Wer einen eindeutigen Werbeauftrag vergibt, haftet voll und ganz für seinen Auftrag. NZB.to verstößt nicht nur gegen das Urheberrecht. Und aeton unterliegt unter anderem mit offiziellem Sitz in Florida dem DMCA. Freue mich schon auf den Prozess der RIAA oder anderer gegen aeton wegen der Bewerbung von Urheberrechtsverletzungen. Wink
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Kavi
Boss hier


Anmeldedatum: 01.08.2006
Beiträge: 1002

BeitragVerfasst am: 25.05.2008, 04:09    Titel: Antworten mit Zitat

wie ich beim weiteren Recherchieren feststellte, stammt die verleumderische Meldung von nzb.to ursprünglich von gulli.com

Interessant sind die Hintergründe der beiden Webseiten. nzb.to wird von aeton direkt gesponsert und ist das Sprachrohr dieses Providers, der immer häufiger negativ auffällt und gulli.com hatte bis vor wenigen Monaten einen Werbevertrag mit Usenext, den Usenext nicht verlängert hatte.

Auch bei gulli scheinen einige Leute unterwegs zu sein, die von aeton gesponsert werden. Kaum zu glauben, zu was viele Leute gegen einen kostenlosen Usenet Zugang bereit sind. Wenn ich mir im aeton Forum den Schleim der Moderatoren durchlese, kann es einem den Magen rumdrehen.

Die Meldung von Gulli läßt sich wohl nur als Racheakt für den nicht verlängerten Werbevertrag verstehen. Die sogenannten Fakten, die da aufgetischt werden, sind, soweit sie nicht pure Spekulation sind, bei gulli seit Jahren bekannt und waren kein Hindernis, jahrelang für Usenext gegen viel Geld zu werben.

Da ziehen gleich 2 Webseiten, die nur und ausschließlich von Urheberrechtsverletzungen leben und damit extrem viel Kohle machen, gegen Usenext zu Felde. Das gibt doch zu denken.
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