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aEton will Geld von mir (ehemaliger easyload.de kunde)

 
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pillschen
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Anmeldedatum: 18.05.2009
Beiträge: 3

BeitragVerfasst am: 25.05.2009, 19:29    Titel: aEton will Geld von mir (ehemaliger easyload.de kunde) Antworten mit Zitat

Hey,
bin durch google hier gelandet und habe gesehen das andere Leute das selbe Problem haben.

ich habe mich damals bei easyload angemeldet, meine Rechnung bezahlt und den Dienst nicht nutzen können (vielleicht 1 Woche) danach war alles weg, hatte versucht per Mail zu kündigen kam aber keine Antwort mehr. Habe das ganze dann nach einer Weile vergessen.

Jetzt kommt Post von mediaFinaz dem Inkassobüro von aEton mit einer Forderung über 129€. Hintergrund ist der das ich mein Konto gewechselt habe und sie so nicht mehr abbuchen konnten. Mein Problem ist, das sie letztes Jahr allerdings noch von mir unbemerkt abgebucht haben.

Ich weiß nicht mehr ob ich im Recht bin oder nicht, fühle mich aber betrogen. Ich habe an aEton ein Fax geschickt das ich der Forderung nicht nachkommen werde, ich weiterdessen mein Geld vom letzten Jahr zurückhaben möchte. Begründet habe ich das ganze damit das keine Einzugsermächtigung vorhanden ist und ich nicht über mein außerordentliches Kündigungsrecht informiert wurde. Außerdem habe ich meinen Vertrag rückwirkend zum Verkaufszeitpunkt gekündigt.

Darauf kam eine Mail das sie meine Kündigung zum 24.02.2010 annehmen aber nicht auf die Forderungen verzichten können. Und dann noch sowas: "gleichzeitig erlischt die von Ihnen erteilte Einzugsermächtigung...." wtf?

Eine weitere Mail die ich von aEton im gleichen Moment bekommen habe sieht so aus:
Zitat:

Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Gerne sind wir Ihnen bei der Klärung des Problems behilflich.

Wir haben im Sommer 2007 die Firma easyload erworben und damit auch den Kundenstamm übernommen.
Hierüber wurden Sie per E-Mail an die von Ihnen nun verifizierte E-Mail Adresse informiert.
Des Weiteren wurden Ihnen die Zugangsdaten mitgeteilt.

Gerne senden wir Ihnen im Anhang diese Mitteilung mit der Bitte um Kenntnisnahme zu.

Nachdem Sie sich auf unsere Informationsmitteilung nicht gemeldet haben, wurden die jährlichen Abbuchungen in Auftrag gegeben.

Aufgrund des Ausbleibens eines Widerspruchs gegen die erste Abbuchung, haben Sie der Vertragsübernahme stillschweigend zugestimmt und sind somit einen rechtlich bindenden Vertrag mit uns eingegangen.

Wir müssen daher auf die Begleichung der von uns gemahnten 77,00 zzgl. 15,00 Mahngebühr (siehe AGB's) bestehen.

Da Sie sich nicht an die von Ihnen gewährt Frist gehalten haben, wurde die Forderung zwischenzeitlich an das Inkassounternehmen MediaFinanz abgetreten.
Hierüber wurden Sie zwischenzeitlich von MediaFinanz informiert, wie wir nun bei unserer Überprüfung erfahren haben.
Bezüglich Zahlungsformalitäten bitten wir Sie daher ausschließlich um Kontaktaufnahme mit MediaFinanz, denn wir können aufgrund Ihrer Zahlungsunwilligkeit nichts mehr für Sie tun.

Wir hoffen letztendlich doch noch auf Ihre Einsicht, um den gerichtlichen Mahnweg zu vermeiden und verbleiben mit Wünschen für einen schönen Tag.


Nu hab ich n bissel Bammel das sie hier noch dicke geschütze auffahren Smile Wollte mich Mittwoch mit einem RA für Internetrecht treffen, der kostet aber auch wieder Sad
Brauch ich den? Kann aEton Geld von meinem Konto ohne Einzugsermächtigung holen und dann sagen das ich einen Vertrag stillschweigend angenommen habe?

Ich dreh durch bei dem Mist.

Bin für eure Hilfe sehr dankbar!

Gruß
Bernd
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Kavi
Boss hier


Anmeldedatum: 01.08.2006
Beiträge: 1002

BeitragVerfasst am: 26.05.2009, 12:22    Titel: Antworten mit Zitat

Deine Fragen zu beantworten ohne die verbotene Rechtsberatung im Einzelfall zu geben, ist sicherlich nicht ganz einfach, ich will es jedoch versuchen.

Zunächst sagst du, du hättest gegenüber easyload eine Kündigung ausgesprochen.

Hast du dafür einen Nachweis?

Ist vielleicht die Mail damals sogar beantwortet worden und du hast die Antwort noch?

Fragen, die dir auch jeder Anwalt stellen würde.

Und nun ganz allgemein:

Korrekt ist, das easyload seinen Kundenstamm an Eaton verkauft hatte.

Nicht korrekt ist, dass damit auch die Abbuchungsermächtigung auf aEton übergegangen wäre. Mit anderen Worten, aEton hat sich widerrechtlich von deinem Konto bedient. Alleine schon deshalb kannst Du die Abbuchung selbst jetzt noch rückgängig machen.

Dazu brauchst Du nur zum Schalter deiner Bank zu gehen oder bei deiner Bank anzurufen. Zumindest innerhalb eines Jahres ist eine Abbuchung problemlos zurückbuchbar, erfolgte die Lastschrift wie in diesem Fall widerrechtlich, dürfte der Zeitraum sogar noch länger sein. Denn Du hast aEton niemals eine Abbuchungsermächtigung erteilt.

AEton hätte alle ehemaligen Kunden von easyload nicht nur darüber informieren müssen, dass die Verträge von aEton weitergeführt werden, sondern hätte die Kunden von easyload auch über das außerordentliche Kündigungsrecht informieren müssen, dass sie in diesem Fall haben. AEton ist den Nachweis schuldig, dass diese Mitteilung dir zugegangen ist. Ebenso wie aEton nachweisen muss, dass du auf ein außerordentliches Kündigungsrecht ausdrücklich hingewiesen worden bist. Der Versand einer E-Mail ist kein Nachweis für den Zugang. Vor Gericht gilt auf jeden Fall eine abgesandte E-Mail so wenig als zugegangen wie ein abgeschickter nicht eingeschriebener Brief. In beiden Fällen fehlt dem Absender der Nachweis des Zugangs beim Empfänger.

Damit hast Du rückwirkend ein außerordentliches Kündigungsrecht.

Widerrechtlich von einem Konto Geld abzubuchen und das dann anschließend als stillschweigendes Vertragseinverständnis zu werten, nur weil man vielleicht diese Abbuchung übersehen hat und deshalb auch nicht der Abbuchung gegenüber der eigenen Bank widersprochen hat, ist schon ziemlich abenteuerlich als Begründung für das Zu-Stande-Kommen eines Vertrages.

Ich empfehle dir auf jeden Fall, die Sache einer Verbraucherzentrale zu melden. Denn die widerrechtliche Abbuchung, die in diesem Fall bei sämtlichen ehemaligen easyload Kunden erfolgte, sollte auch eine Verbraucherzentrale auf scheuchen. Vielleicht kann die Verbraucherzentrale sogar erreichen, dass aEton in Zukunft in Deutschland vom Lastschriftverfahren überhaupt nicht mehr Gebrauch machen darf.

Ich versuche mal, dir mit selbst entworfenen Textbausteinen zu helfen, die Du natürlich entsprechend an deine Bedürfnisse anpassen musst.

Ich habe am meinen Vertrag bei easyload gekündigt.
Diese Kündigung wurde per Mail am von easyload bestätigt.

Sie haben widerrechtlich am einen Betrag in Höhe von von meinem Bankkonto abgebucht. Sie haben keine Abbuchungsermächtigung von mir erhalten. Die gegenüber easyload erteilte Abbuchungsermächtigung ist bereits durch die Kündigung erloschen, unabhängig davon ist eine Abbuchungsermächtigung nicht übertragbar.
Ich fordere Sie daher auf, den zu Unrecht abgebuchten Betrag unverzüglich auf mein Konto bei der Bank zurück zu überweisen.

Sie haben mich nicht von der Übernahme der ehemaligen easyload Kunden informiert, ebenso wenig haben Sie mich über das außerordentliche Kündigungsrecht im Zuge der Übernahme belehrt.

Ich habe erst jetzt durch die Tätigkeit des Inkassobüros von der behaupteten Vertragsübernahme durch aEton erfahren. Eine Belehrung über ein außerordentliches Kündigungsrecht ist mir gegenüber nicht erfolgt. Somit beginnt der Fristablauf für eine außerordentliche Kündigung frühestens mit dem Erhalt der Belehrung durch aEton. Ich kündige meinen Vertrag außerordentlich, da ich mit einer Vertragsübernahme durch aEton nicht einverstanden bin. Sämtliche an easyload erteilten Vollmachten gelten hiermit als widerrufen, insbesondere eine Abbuchungsermächtigung.

Ob das juristisch einigermaßen korrekt ist, kann ich dir jedoch nicht sagen. Ich vermute es zumindest mal.

AEton wäre nun in der Beweispflicht, das dir sowohl die Benachrichtigung über die Übernahme der Kunden als auch die Belehrung über das außerordentliche Kündigungsrecht erteilt worden ist. Wie gesagt, eine E-Mail ist kein Beweis. Ein Fax ist ein Beweis oder ein eingeschriebener Brief. Was für dich gilt wenn Du irgendwo kündigst, gilt selbstverständlich genauso für eine Firma, wenn sie behauptet, dass dir eine Information zugegangen ist.

Die Zeiten, zu denen aEton ein seriöser Provider war, scheinen spätestens bei der easyload Übernahme vorbei gewesen zu sein.
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pillschen
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Beiträge: 3

BeitragVerfasst am: 28.05.2009, 15:50    Titel: Antworten mit Zitat

Dank dir! Ich werde jetzt einfach mal abwarten was noch von dem Inkassobüro kommt. Könnte mir fast vorstellen das sie es bleiben lassen.
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Kavi
Boss hier


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Beiträge: 1002

BeitragVerfasst am: 28.05.2009, 19:19    Titel: Antworten mit Zitat

Erfahrungsgemäß geben Inkassobüros nie einfach so auf.

Es macht auch wenig Sinn, wenn Du an das Inkassobüro schreibst, die meisten Inkassobüros übernehmen ohnehin ungeprüft behauptete Forderungen ihres Mandanten.

Mache lieber deine rechtliche Position gegenüber aEton klar und drohe im Zweifelsfall mit einer negativen Feststellungsklage.

Das einzige, was praktisch nie zum Erfolg führt, ist abwarten und Vogelstraußpolitik spielen.
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pillschen
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Beiträge: 3

BeitragVerfasst am: 15.06.2009, 09:07    Titel: Antworten mit Zitat

Hey, dank dir erstmal für die ganzen Infos. Hast recht, das Inkassobüro gibt erstmal nicht auf. Meine Position gegenüber aEton habe ich ja bereits klar gemacht.
Das mit der negativen Feststellungsklage ist mir erstmal neu, ich habe ja bereits ein fax an aEton geschickt mit der Kündigung und den Gründen warum ich nicht bezahlen werde usw., soll ich jetzt noch ein Fax schicken indem ich schreibe das die Forderungen gegen mich zu unrecht erhoben werden, diese fallengelassen werden sollen, und dann mit einer negativen Feststellungsklage drohen?

Wann muss ich diese negativen Feststellungsklage einrechen? Wenn das Inkassobüro seine Versprechen wahr macht wird es ja demnächst ein gerichtliches Mahnverfahren einleiten.
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Kavi
Boss hier


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BeitragVerfasst am: 15.06.2009, 18:25    Titel: Antworten mit Zitat

Wenn das Inkassobüro seine Drohung wahr machen sollte und dir einen Mahnbescheid schickt, dann solltest du auf keinen Fall die Frist verpassen, innerhalb derer du einen Widerspruch gegen den Mahnbescheid einlegen kannst. Soweit ein Widerspruch nicht ohnehin bereits mit deinem Anwalt abgesprochen ist, solltest du im Widerspruch keine Gründe angeben. Durch das unnötige angeben von Gründen für einen Widerspruch engst Du eine spätere Prozessführung und Argumentation durch einen Anwalt bereits ohne jede Not ein.

Einem Mahnbescheid liegt grundsätzlich auch ein Widerspruchsformular bei. Dort brauchst Du eigentlich nur anzukreuzen, dass du Widerspruch einlegst und ab die Post.

Das Mittel der negativen Feststellungsklage dient einem ganz anderen Zweck. Du erhälst am laufenden Band Forderungen der Gegenseite, ohne dass die Gegenseite jemals Klage erheben würde. Wenn man sich dadurch allmählich genervt fühlt, kann man das ganze mit einer negativen Feststellungsklage beenden.

Mit der negativen Feststellungsklage verklagst du die Gegenseite auf die Unrichtigkeit ihrer Forderung. Ist eine Forderung tatsächlich nicht berechtigt, dann hat die Gegenseite den Prozess bereits verloren, bevor er überhaupt begonnen hat. Und du hast anschließend deine Ruhe. Deshalb ist es oft ratsam, mit dem Mittel der negativen Feststellungsklage zunächst einmal zu drohen, manchmal führt das bereits dazu, dass die Gegenseite ihre unberechtigten Forderungen gänzlich fallen lässt und Du nie wieder etwas von denen hörst.

Es gibt noch einen weiteren Prozess technischen Trick, mit dem man überhöhte Forderungen der Gegenseite, selbst wenn eine Teilforderung berechtigt ist, zum Nachteil der Gegenseite verwenden kann. Es handelt sich dabei um die Gegen-Widerklage. Dazu ein Beispiel, das von einem langjährigen Bekannten von mir tatsächlich auch so angewendet wurde.

Der Architekt des Münchner Olympiastadions hatte noch offene Forderungen gegen die Stadt München als Bauherren. Er hatte jedoch den Fehler gemacht, mehrfach statt der im Raum stehenden Restforderung von etwa einer halben Million DM in mehreren Veröffentlichungen eine Summe von dreieinhalb Millionen als angebliche Forderung zu behaupten. Die Stadt München schaltete in diesem Fall nicht ihre eigenen Anwälte ein, sondern meinen Bekannten, einen renommierten Münchner Zivilrichter, der auch Ehrenrichter am Bundesgerichtshof ist. Der drohte der Gegenseite nur an, eine Gegen Widerklage über die behaupteten dreieinhalb Millionen einzureichen, dann hätte die Gegenseite mit sieben zu eins den Prozess bereits verloren gehabt, bevor er überhaupt begonnen hatte. Alleine die Prozesskosten, die in diesem Fall zu sechs siebtel von der Gegenseite hätten getragen werden müssen, hätten die berechtigte Forderung von einer halben Million deutlich überschritten. Die Gegenseite erklärte ganz offiziell durch einen Anwaltschreiben den Verzicht auf jegliche weitere Forderung.

Das kann man sich auch in Mahnverfahren zu Nutze machen. Oftmals berechnen Inkassobüros völlig überhöhte Forderungen für ihre Dienste. Was sie tatsächlich berechnen dürfen, kannst du locker mit einem Prozesskostenrechner, deren es etliche kostenlos im Web gibt, selbst ermitteln. Will das Inkassobüro mehr, ohne das Mehr auch einzuklagen, was die wenigsten Inkassobüros wohl tatsächlich wagen würden, denn sie sind selbstverständlich spätestens im Klageweg an die Gebührenordnung für Rechtsanwälte gebunden, kann man eine Gegen Widerklage über die ursprüngliche Forderung einreichen, damit hat der Gegner einen Teil des Prozesses bereits verloren, bevor er überhaupt begonnen hat. Auch das kann dazu führen, dass die eigentliche Forderung insgesamt fallen gelassen wird. So stellen sich Inkassobüros oft selbst ein Bein.

Inkassobüros und unseriöse Auftraggeber arbeiten mit der Methode der Einschüchterung und haben damit leider viel zu oft Erfolg. Nur die wenigsten gehen mal zum Anwalt oder zumindest zur Rechtsberatungsstelle eine Verbraucherzentrale. Irgendwann zahlen die meisten die völlig überhöhten oder sogar gänzlich unbegründeten Forderungen, weil die Angstmache schließlich doch zum Erfolg führt.
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