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was ist dran am kostenlosen Zugang von Gigaflat?

 
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Kavi
Boss hier


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Beiträge: 1002

BeitragVerfasst am: 18.02.2009, 16:48    Titel: was ist dran am kostenlosen Zugang von Gigaflat? Antworten mit Zitat

Das Modell von Gigaflat ist so neu nicht. Einen extrem langsamen kostenlosen Zugang zum Usenet anzubieten. Und darauf zu hoffen, dass die User dann doch den relativ teuren kostenpflichtigen Usenet Zugang buchen. Ein kleiner amerikanischer Anbieter macht es bereits seit Jahren so.

Auffällig bei Gigaflat ist, dass nicht mehr ein Zugang zum gesamten Usenet angeboten wird, sondern nur und ausschließlich zu alt.binaries

Auffällig war auch die Werbung von Gigaflat, die unverhohlen die im Usenet zweifellos vorhandenen Urheberrechtsverletzungen ganz offen bewarb.

Im Moment deshalb war, weil die Webseite seit gestern nicht erreichbar ist.

Doch das auffälligste an Gigaflat ist die Adresse und der Geschäftsführer.

Als Adresse ist eine Straße in Dubai angegeben, die es dort gar nicht gibt. Als Geschäftsführer ein Scheich sowieso, den es vermutlich ebenso wenig gibt, wie die angegebene Adresse. Dubai ist ein erstklassiger Firmenstandort für seriöse Firmen. Im Gegensatz zu vielen anderen Firmenstandorten muss man in Dubai tatsächlich Büroräume anbieten, die übrigens außerordentlich teuer sind, muss tatsächlich ein realer Geschäftsführer in Dubai sein und auch ansonsten nimmt man es in Dubai sehr genau mit den dort vertretenen Firmen. Briefkastenadressen sind in Dubai nicht zugelassen. Auch nicht die beliebten Briefkastenadressen, bei denen irgendein Anwalt mit seiner Kanzlei als Firmen Adresse fungiert. Kein Usenet Provider wird es sich einfallen lassen, in Dubai selbst seinen Geschäftssitz zu haben. Es gibt in Dubai eine gesonderte Zone, die man vielleicht treffend als Freihandelszone bezeichnet, in der einige der strengen islamischen Gesetze nicht gelten. Denn die Verbreitung von Pornographie, die gut und gerne mindestens ein Drittel der Inhalte des Binary-Usenet ausmacht, kann in einem islamischen Land den Kopf kosten. Doch die Büros in der Freihandelszone sind außerordentlich begehrt und unglaublich teuer. Deshalb gibt es im Moment auch nur einen sehr großen Usenet Provider, der dort seinen Geschäftssitz hat, nämlich firstload. Doch im Gegensatz zu Gigaflat hat firstload eine echte Adresse, einen echten Geschäftsführer in Form von Herrn Dr. Fritzmann, der auch in Dubai lebt und eine rund um seriöse Geschäftsabwicklung. Der Vorteil von Dubai ist zweifellos, dass weder die Film- noch die Musikindustrie dort eine Lobby haben. Ganz im Gegensatz zu den Ländern der Europäischen Union.

Doch Gigaflat scheint ein Versteckspiel zu spielen, das nicht erst mit einer nicht existierenden Adresse und einem vermutlich ebenso wenig existierenden Geschäftsführer beginnt, sondern bereits mit einem Anonymisierungsdienst für den Inhaber der Domain. Mit anderen Worten, man kann nicht feststellen, wer überhaupt hinter Gigaflat steht und wird auch Schwierigkeiten haben, wenn man vom kostenlosen Zugang auf den kostenpflichtigen Zugang upgraded, diesen überhaupt rechtswirksam kündigen zu können. Denn an wen soll man die Kündigung schicken, wenn es überhaupt keine existierende Adresse gibt.

Damit scheint Gigaflat der bisherige Gipfel einer üblen Geschäftemacherei mit dem Usenet zu sein. Es hat schon etliche Firmen gegeben, die mit den Urheberrechtsverletzungen im Usenet versucht haben, ein Geschäftsmodell aufzubauen, das letztlich auf dem Rücken der Urheber von Filmen, Musik, Software und Spielen ausgetragen wird. Es hat auch schon etliche Usenet Provider gegeben, die mit dubiosen Geschäftsmodellen versucht haben, unbedarfte User über den Tisch zu ziehen und ihren Usenetzugang zu einer Abofalle gemacht hatten. Denn natürlich lebt ein Usenet Provider nicht vom kostenlosen Zugang zum Usenet. Auch der kostenlose Zugang muss Gigabyte für Gigabyte mit dem Betreiber eines Newsservers abgerechnet werden. Auch bei einer Geschwindigkeit von nur 512 KB kommt einiges zusammen. Die angebliche Finanzierung über Werbung ist kaum glaubhaft. Der Betrieb einer Usenet Suchmaschine ist ganz entschieden billiger, doch selbst eine Suchmaschine ist kaum über Werbung zu finanzieren. Obwohl die bekannten Usenet Suchmaschinen mit Sicherheit häufiger aufgerufen werden, als diese angeblich kostenlose Usenet Zugang.

Die von Usenext und firstload zusätzlich zum Volumentarif angebotene Flatrate ist immerhin doppelt so schnell, dazu gibt es von beiden Firmen einen ausgereiften Client und auch eine saubere Abwicklung von Kündigungen. Beide Firmen bieten auch einen hervorragenden Support.

Wer glaubt, mit dem kostenlosen Zugang von Gigaflat gut bedient zu sein, mag ihn nutzen. Wer allerdings etwas rechnet, wird ihn wohl nicht nutzen.

Wer beispielsweise über DSL 6000 wie ich verfügt, hat ein Video mit rund 700 MB in wenigen Minuten heruntergeladen, wenn dazu einen Usenet Zugang benutzt, der entweder als Volumentarif ohnehin kein Tempolimit kennt oder eine Flatrate, die zum Tempo seiner Internetverbindung passt. Auch eine komplette DVD mit 4,3 GB ist bei einem kostenpflichtigen Usenet Zugang in weniger als 1 Stunde herunter geladen.

Wer jedoch ebenso quälend langsam wie über eine Filesharing Börse seine Downloads aus dem Usenet macht, wird sie wohl in Zeiten verlegen müssen, an denen er normalerweise den Rechner ausgeschaltet hätte. Rechnet man die zusätzlichen Stromkosten durch den Dauerbetrieb des Rechners, wird alleine dadurch ein Usenet Zugang mit Euro 10-15 monatlich deutlich billiger als die zusätzlichen Stromkosten für den Dauerbetrieb. Abgesehen von der deutlich verringerten Lebensdauer eines Computers im Dauerbetrieb. Unter dem Dauerbetrieb leiden vor allem auch die Festplatten, mit anderen Worten, mit Dauerbetrieb riskiert man auch den Totalverlust seiner Daten.

Einen kostenpflichtigen Zugang bei Gigaflat sollte man sich sehr gut überlegen, nicht nur, weil es sehr viel preiswertere Angebote gibt, sondern weil man sich wirklich überlegen sollte, ob man mit einer Firma mit einer nicht existierenden Adresse tatsächlich bereit ist, einen kostenpflichtigen Vertrag zu schließen.
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DanielTbl
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BeitragVerfasst am: 29.12.2009, 18:12    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo erstmal bin der Neue hier !!!

Habe grade den bericht über GigaFlat gelesen und kann nur sagen warum sorgen um eine Kündigung machen wenn es keine ABO´s sind. Also man macht sich nur einen zugang über eine bestimmte Zeit wie z.B. 2Tage, 30 Tage ,60 Tage usw. Was mir wirklich Kopfschmerzen bereitet ist was ich letztens im Internet gefunden habe und wenn man dem glauben schenkt wird bei einigen Anbietern doch geloggt was man lädt und nicht nur das Volumen ! Nach zu lesen unter diesem link
http://abmahnung-blog.de/abmahnwarner/vorsicht-bei-www-gigaflat-com

Würde mich echt interessieren was Ihr davon haltet
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Kavi
Boss hier


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Beiträge: 1002

BeitragVerfasst am: 29.12.2009, 20:39    Titel: Antworten mit Zitat

Zunächst einmal Grüße an den neuen.

Ich habe mir die verlinke Seite auch gerade durchgesehen, viel steht dort nicht.

Ich kann mich jedoch an ein anderes Posting in diesem Forum erinnern, da hatte auch jemand eine Abmahnung bekommen und hatte geglaubt, dass die Abmahnung wegen eines Downloads aus dem Usenet gekommen war. Doch dann stellte sich heraus, dass der Freund seiner Schwester per Filesharing einen Film geladen hatte und deshalb die Abmahnung gekommen war.

Dennoch möchte ich ohne nähere Kenntnis des Vorgangs weder positiv noch negativ abschließend Stellung nehmen. Prinzipiell kann natürlich ein News-Server auch sämtliche Downloads loggen, obwohl es hirnrissig scheint, wenn es ein Provider tatsächlich auch machen sollte. Gibt es schon enorme Kosten bei der Vorratsdatenspeicherung, obwohl dort nur gespeichert werden muss, welche IP welchem Kunden von wann bis wann zugeteilt wurde, meistens sogar für volle 24 Stunden, dann kann man sich den Aufwand vorstellen, der entsteht, wenn man Downloads aus dem Usenet mitloggen möchte. Denn jede Datei im Usenet, die größer ist als etwa 300 kB, ist im Usenet in viele Einzelteile à etwa 300 kB zerlegt. Wie groß die Einzelteile tatsächlich sind, hängt von der voreingestellten Zeilenzahl beim Upload einer Datei ab. In den Binary Newsgroups finden sich in der Regel Einzelteile mit höchstens 3000 Zeilen à 124 Zeichen. Standard Upload Programme wie beispielsweise Yenk Power Post sind sogar auf nur 1950 Zeilen voreingestellt. Das gibt dann noch viel mehr kleine Dateiteile. Jedes dieser Dateiteile hat eine eigene Message ID im Usenet. Wenn man tatsächlich alles mit loggen wollte, müsste man jede Message ID in einer Datenbank für diesen Kunden erfassen. Dazu auch noch die IP, wenn man die Daten tatsächlich später gegen den Kunden verwenden möchte. Denn der Kunde kann sich mit einem Fantasienamen und einer Fantasieadresse angemeldet haben.

Bei diesem gegen den Kunden verwenden wird vielleicht auch deutlich, dass ein normaler Usenet Provider ganz gewiss nicht gegen seine Kunden arbeiten würde, denn die Kunden sind schließlich die Grundlage des Geschäfts und nicht etwa ein Anwalt der Musikindustrie. Wenn sich für einen bestimmten Usenet Provider herum sprechen würde, dass er Downloads tatsächlich mitloggt und die Daten an die Film- oder Musikindustrie weitergeben würde, dann wäre sein Geschäft schneller zu Ende, als er überhaupt gucken kann. Das für eine mögliche illegale Beteiligung an den Abmahn Gebühren eines Anwalts?

Wenn überhaupt, dann könnte man sich vielleicht noch vorstellen, dass die Musik oder Filmindustrie selbst einen Usenet Service inklusive eigenem News-Server auf die Beine stellt, um Kunden abmahnen zu können. Doch bisher fehlt es der Musik und Filmindustrie an jeglichem Know-how bezüglich des Usenet, wie wollten die selbst einen News-Server auf die Beine stellen? Die fangen gerade erst langsam an durch zu blicken, wie das Usenet überhaupt funktioniert.

Die nächste Frage in diesem Zusammenhang ist, ob gigaflat selbst einen News-Server betreibt oder lediglich der Reseller eines Newsservers ist. Der Traceroute führt nach Holland. Denn nur, wenn gigaflat überhaupt Zugang zu den Log Files eines Servers hat, könnten rein theoretisch auch die Daten an die Musik- oder Filmindustrie weitergegeben werden. Doch der Reseller hat keinen Zugang zu den logfiles, er bekommt nicht mehr mitgeteilt, als er für die Abrechnung mit seinen Kunden wissen muss, nämlich wie viel im Monat verbraucht wurde. Das wiederum ist auch die Abrechnungsgrundlage mit dem eigentlichen Betreiber des Newsservers, denn abgerechnet wird mit dem Reseller pro Gigabyte.

Allerdings betreibt gigaflat einen eigenen Indexingserver, über den Downloads auch angefordert werden können. Nun könnte statt dem News-Server, für den Download-Protokolle einen enormen technischen Aufwand darstellen würden, den wohl niemand freiwillig macht, stattdessen über den Indexingserver protokolliert werden, was aus dem Usenet angefordert wurde. In diesem Fall wäre der technische Aufwand wesentlich geringer, denn diesmal müsste nur der Film insgesamt in die Datenbank, vorausgesetzt, der Download wurde ordnungsgemäß abgeschlossen. Man könnte sich die Protokollierung der vielen 1000 Dateiteile eines Films sparen, wenn es für einen abgeschlossenen Download einfach nur nach dem Indexing Server geht.

Doch wer außer der Filmindustrie selbst beziehungsweise der Musikindustrie hätte irgendein Interesse am protokollieren von Downloads? Ein Usenet Provider, der von diesem Geschäft leben will und enorme Investitionen macht, unter anderem in die Werbung, um überhaupt zu Kunden zu kommen, würde sich sein eigenes Grab graben, wenn tatsächlich protokolliert und an die Filmindustrie weitergegeben würde.

Prinzipiell wäre das mit loggen eines Downloads natürlich auch auf seinem Weg durch das Internet vom News-Server zum Kunden möglich. Auch hier wieder mit dem Problem für jeden, der etwas protokollieren möchte, Tausende Dateiteile mit jeweils eigener Message ID für einen einzigen 700 MB großen Film. Also eine enorme Datenbank, die vermutlich sogar die Ausmaße von Google oder dem amerikanischen Geheimdienst sprengen würde. Dennoch, dem kann man vorbeugen, indem man einen Usenet Zugang mit SSL Verschlüsselung wählt.

Das Ganze kommt mir sehr dubios vor. Ich möchte nicht so weit gehen, obwohl ich diesen Usenet Anbieter gigaflat sehr zweifelhaft finde, zu behaupten, dass es sich dabei um ein Unternehmen der Musik- beziehungsweise Filmindustrie handelt. Wenn es so wäre, dann hätte es mit Sicherheit schon etliche Hinweise in diversen Foren gegeben und nicht nur eine einzelne Mitteilung im Blog eines Anwalts. Noch nicht einmal mit irgendwas erhärtet, sondern lediglich als angebliche Mitteilung eines Mandanten in einem Beratungsgespräch.

Es würde auch nicht der Linie der Musik Industrie in Deutschland entsprechen, die erklärtermaßen die Zugangsanbieter in die Haftung nehmen möchte und nicht den einzelnen Rechtsverletzer beim Download urheberrechtlich geschützter Dateien. Hier handelt es sich jedoch um einen Film, mit der amerikanischen Filmindustrie habe ich einigermaßen gute Kontakte, wir sind gelegentlich im Gespräch um zumindest neueste Filme während sie im Kino laufen vielleicht doch aus dem Usenet herausnehmen zu können, sie würden ganz gewiss nicht diesen aufwändigen Weg gehen, um ein paar einzelne Kunden heraus fischen und verklagen zu können. Schließlich befinden wir uns nicht in den USA, wo es um absurd hohe Schadensersatzforderungen geht. Letztere allerdings auch nur nach einem Upload, beziehungsweise dem Zwangsupload beim Filesharing. Für den Download eines Films könnte noch nicht einmal in den USA mehr als maximal der Preis einer DVD als Schadenersatz gefordert werden.

Mit der deutschen Filmindustrie habe ich überhaupt keine Kontakte und könne daher auch nicht deren Strategie bezüglich des Usenet beziehungsweise überhaupt bezüglich Urheberrechtsverletzungen im Internet.

Eigentlich gibt es bezüglich der Behauptung auf der Anwaltswebseite nur zwei denkbare Möglichkeiten:

Die eine ist, gigaflat wird tatsächlich von der Filmindustrie betrieben, inklusive eigenem News-Server, denn sonst kommt man nicht an die Log-Files und hat schon dreimal keinen Einfluss darauf, was überhaupt geloggt wird oder das Ganze ist eine Ente. Möglicherweise bewusst ausgestreut, um gigaflat im besonderen und dem Usenet im allgemeinen zu schaden, indem es zu einem massiven Vertrauensverlust kommt. In diesem Fall könnte man annehmen, dass die Filmindustrie direkt hinter dieser Meldung steht. Das möchte ich einem Anwalt mit einem Abmahn-Blog nun allerdings auch nicht unterstellen, es sei denn, der ganze Abmahn-Blog an sich wäre ein Schwindel.

Es wäre natürlich auch noch die dritte Möglichkeit denkbar, gigaflat wurde angeschossen wegen irgendwelcher Rechtsverletzungen im Usenet und hat in einem Deal Download Daten von Kunden angeboten, die, ich habe es oben schon ausführlich ausgeführt, nur erhoben werden können, wenn entweder der News-Server selbst betrieben wird und der Traffic nicht bei einem anderen News-Server eingekauft wird oder der Indexing Server Protokolle angefertigt. Doch selbst in diesem Fall wird es schwierig, denn der Indexingserver ist lediglich für die Suche und Vermittlung eines Downloads zuständig, nicht jedoch für das protokollieren des Downloads an sich. Somit könnte der Indexingserver selbst überhaupt nicht feststellen, ob ein Download, der über den Indexing Server angefordert wurde, tatsächlich auch nur begonnen wurde, geschweige denn zu Ende geführt wurde. Denn die Anforderung an sich geht direkt an den News-Server, damit hat der Indexingserver nichts mehr zu tun. Die Anforderung geht sogar noch nicht einmal an den Header Server des Newsservers, sondern an den Bodyserver. Der jedoch liefert nur noch aus, was angefordert wurde und der Zähler läuft für jedes Megabyte, das vom News-Server an den Kunden ausgeliefert wurde.

Doch würde man gigaflat unterstellen, einen Deal mit Anwälten der Filmindustrie gemacht zu haben und überhaupt Zugang zu Log Files eines Newsservers zu haben, inklusive der bislang nach meinen Kenntnissen nirgendwo üblichen Log Files von Downloads, dann hätte man sich den Deal eigentlich ebenso gut sparen können, denn dann müssten sich in nächster Zeit entsprechende Meldungen in Blogs von Anwälten wie auch Webforen wie natürlich auch im Usenet selbst häufen und das Geschäft von gigaflat wäre ohnehin beendet.

Ich habe bisher einmal einen Usenet Provider zu Grabe getragen, nämlich Usepirat, die hatten massiv Ärger mit der Musikindustrie, doch der einzige Deal, den man hätte machen können, wäre über den Indexing Server sämtliche MP3 herauszufiltern. Über diesen Deal hatte Usepirat auch nachgedacht, doch hatte ich den Deal unmöglich gemacht, indem ich Kontakt mit dem Betreiber des Indexingservers aufnahm, der nicht Usepirat gehörte und der Betreiber war, nach dem er hörte, worum es eigentlich ging, natürlich nicht bereit, MP3 auf eine Filterliste zu setzen. Womit das einzige Angebot für einen Deal durch Usepirat unmöglich geworden war. Drei Tage später war Usepirat verschwunden, niemand heulte diesem unseriösen Usenet Provider auch nur eine Träne nach. Und die GEMA freute sich in einer Pressemitteilung, dass man schon wieder einen Usenet Provider in die Knie gezwungen habe. Dabei war es der einzige, bei dem die GEMA jemals Erfolg hatte.

Übrigens, das hat mit gigaflat selbst eigentlich gar nichts zu tun, stieß ich bei der Recherche wegen dieses Postings von dir auch auf einige Webforen holländischer Usenet Provider, in denen sich deutsche Kunden beschwerten, dass sie nur mit minimaler Geschwindigkeit von diesen News Servern laden können. Die Schuld wurde von den holländischen Usenet Providern der Telekom gegeben, die uninformierten User glaubten es auch. Tatsächlich liegt die Schuld jedoch bei den holländischen Usenet Providern, soweit sie für deutsche oder belgische Kunden den Usenet Zugang zum sehr preiswerten holländischen Inlandstarif verkaufen, wohl wissend, dass die Telekom wie auch viele andere deutsche und belgische Internetserviceprovider eine Durchleitungsgebühr verlangen, die den Preis des holländischen Inlandstarifs mehr als verdoppelt, und im anderen Fall den Usenet Zugang zu diesem Provider entweder gänzlich sperren oder zumindest massiv im Tempo drosseln. Auch das eine äußerst unseriöse Geschäftsmethode gegenüber deutschen Kunden wie auch wettbewerbsverzerrend gegenüber den Anbietern, die die Durchleitungsgebühren an die Internet Service Provider zahlen und deshalb natürlich auch erheblich teurer sein müssen. Dafür jedoch auch die volle Leistung bieten, ohne ihre Kunden belügen zu müssen.
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DanielTbl
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Beiträge: 2

BeitragVerfasst am: 30.12.2009, 18:19    Titel: Antworten mit Zitat

Danke für die schnelle Antwort !
Trotzdem bleib ich dem Usenet gegenüber Skeptisch was die Anonymität angeht. Crying or Very sad Wäre ja schön gewesen sich noch irgendwie der
" totalen Überwachung unseres Staates zu entziehen ".

Ach da fällt mir ein, ich hab ja noch was gefunden:
http://www.teccentral.de/forum/news-f100/hausdurchsuchungen-bei-usenet-nutzern-49791.html

mfg

DanielTbl

P.S. Schonmal nen guten Rutsch
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Kavi
Boss hier


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Beiträge: 1002

BeitragVerfasst am: 30.12.2009, 22:12    Titel: Antworten mit Zitat

Ich kenne dieses dubiose Forum bereits seit über drei Jahren, insbesondere den tendenziösen Artikel eines Roland von Gilead, der eindeutig nur dazu dient, potentielle Usenet User zu verunsichern.

Lies dir doch mal durch, wie dieser Artikel beginnt. Es ist von der ersten Zeile an ein Angriff auf das Usenet.

Dann wird dort mit privaten Erfahrungen aus dem angeblichen persönlichen Umfeld argumentiert. Seltsam, seit mehr als drei Jahren habe ich immer mal wieder nach entsprechenden Meldungen gegoogelt, doch nie etwas gefunden. Da will ein einzelner, der eindeutig Stellung gegen das Usenet bezieht, gleich über mehrere Hausdurchsuchungen Bescheid wissen, ohne dass es jemals den Weg in andere Foren von den Betroffenen gefunden hätte.

Dann lies dir mal noch den letzten Absatz durch, da ist von Hausdurchsuchungen durch das LKA die Rede. Das LKA würde höchstens bei schwerkriminellen Delikten, bei Terrorismus Verdacht oder bei der Verbreitung von Kinderpornographie tätig. Alles andere ist Sache der örtlichen Polizei. Insbesondere um Urheberrechtsverletzungen, die 2006 ohnehin noch kein Straftatbestand waren, kümmert sich ganz gewiss nicht das LKA. Im Gegenteil, die Staatsanwaltschaften hatten zunehmend Strafanzeigen der Musikindustrie nicht mehr bearbeitet, weil die Musikindustrie regelmäßig die Strafverfahren anschließend einstellte, man wollte über die Staatsanwaltschaften lediglich an die Identität hinter einer IP gelangen. Doch jede Anfrage bei einem Internet Service Provider kostet die Staatsanwaltschaft Euro 55, ärgerlich und eine unnötige Ausgabe für den Staat, wenn anschließend noch nicht einmal ein Strafverfahren eröffnet wird.

Das Ganze wäre noch vielleicht noch halbwegs glaubwürdig, wenn nicht ausgerechnet vom LKA die Rede wäre.

Einigermaßen glaubwürdig wäre die Einschaltung eines LKA dann, wenn es sich um Uploader von Kinderpornos in das Usenet handeln würde. Denn der Upload in das Usenet ist prinzipiell nachvollziehbar. Ich habe das schon an vielen anderen Stellen ausführlich beschrieben, hier nochmal in Kürze. Bei nahezu jedem Usenet Provider auf der Welt gehen Uploads über einen vorgeschalteten Server, den Abuse-Server. Diese Server wurden bereits in der Frühzeit des Usenet eingeführt, um den Spam in Grenzen zu halten. Nach voreingestellten Kriterien wird jeder Upload überprüft und falls typische Spam Kriterien erfüllt wurden, der Upload nicht an den News-Server weitergereicht. Der Abuse Server schreibt bei dieser Gelegenheit bei den meisten Usenet Providern auch gleich einen X-Trace in den Header der Message, der in verschlüsselter Form die Daten des Uploaders enthält, oft sogar gemeinsam mit der verwendeten IP. Denn selbstverständlich will kein Usenet Provider die Verbreitung von Kinderpornographie über seine Server unterstützen. Die Usenet Provider in Deutschland arbeiten bezüglich Uploads von Kinderpornos alle mehr oder minder eng mit der jeweiligen Polizeibehörde zusammen. Wobei es Natürlichsache der Polizeibehörden ist, Kinderpornos im Usenet zu ermitteln wie auch, über welchen News-Server der Upload erfolgt ist. Letzteres geht eindeutig aus dem Header einer jeden Message im Usenet hervor.

Dann wäre jedoch die Frage nach dem Bekanntenkreis dieses Roland von Gilead zu stellen. Lauter Kriminelle, die Kinderpornos über das Usenet verbreiten?

Was mir an diesem Roland ebenfalls auffällt, sind seine insgesamt knapp 24.000 Artikel alleine in diesem Forum seit 2002. So was macht man nicht mehr nebenbei, das kann eigentlich nur jemand machen, der es hauptberuflich macht und somit von irgendjemand für seine Postings bezahlt wird. Mit anderen Worten, es handelt sich bei diesem Roland um einen hauptberuflichen Forentroll. Die Frage darf gestattet sein, wer ihn bezahlt. Nach einem Hartz4 Empfänger mit extrem viel Zeit hört er sich nun nicht gerade an.

Ich arbeite seit viereinhalb Jahren mit Usenet Providern zusammen. In diesen viereinhalb Jahren hat es noch nie eine Anfrage der Musik- oder Filmindustrie nach der Identität eines Uploaders gegeben, bei keinem der Usenet Provider, mit denen ich zusammenarbeite. Jährlich treffen wir uns auf einer Konferenz, an der auch schon amerikanische Usenet Provider teilgenommen haben und tauschen dort unsere Erfahrungen aus. Es ist ganz klar, wenn es nach der Musikindustrie geht, dann muss das Usenet verboten werden. Ebenso wie Filesharing, Rapidshare und andere. Wenn es nach der Musikindustrie geht, dann muss Misstrauen für jede denkbare Möglichkeit des Internets, Dateien auszutauschen, gesät werden, um User zumindest zu verunsichern, wenn man schon das Netzwerk an sich nicht tot kriegt. Wenn es nach der Musikindustrie geht, dann muss der Internetverkehr wie auch jeder private PC restlos überwacht werden, man könnte geradezu annehmen, dass unser ehemaliger Innenminister und jetziger Finanzminister von der Musikindustrie bezahlt wurde für seine Pläne der Internetüberwachung. Wie dieses Spiel läuft lässt sich in Frankreich sehr gut beobachten, der dortige Staatspräsident ist sogar verwandtschaftlich engstens mit der Musikindustrie verbunden. Doch das Usenet als solches ist nicht angreifbar. Ebenso wenig wie der tatsächliche anonyme Download im Usenet bisher angreifbar ist. Allerdings hatte sich das Oberlandesgericht Hamburg in einem Urteil vom Anfang dieses Jahres an der Bewerbung mit dem anonymen Download aus dem Usenet gestört, denn, das sei schon geradezu eine Einladung für die rechtsmissbräuchliche Nutzung des Usenet. Allerdings machte auch das Oberlandesgericht Hamburg keine Auflagen, die ohnehin technisch kaum realisierbar wären, die Anonymität der Benutzung des Usenet zu durchbrechen und Downloads zu protokollieren. Es stieß sich lediglich an der Werbung mit der anonymen Benutzbarkeit.

Der Usenet Provider, der dieses Urteil kassierte, im übrigen jedoch den gesamten Prozess der Musikindustrie gegen ihn gewann, gehört zu den mit Abstand seriösesten Usenet Providern im deutschen Sprachraum überhaupt. Es handelt sich um United Newsserver. Bei diesem Usenet Provider kannst Du sogar mit einem vollkommen anonymen Zahlungssystem deinen Usenet Zugang kaufen, nämlich der Geldkarte. Dieser Usenet Provider speichert auch im Rahmen der Vorratsdatenspeicherung, zu der er mit seinem deutschen Standort verpflichtet ist, lediglich den vergebenen Username, nicht jedoch die IP. Er legt die Verpflichtung zur Vorratsdatenspeicherung einfach entsprechend aus, solange er nicht durch ein Gerichtsurteil zu einer anderen Auslegung gezwungen wird. Denn im Gesetz heißt es, Anfang und Ende einer Verbindung müssten zusammen mit der eindeutigen Userkennung gespeichert werden. Ein Username ist natürlich auch eine eindeutige Userkennung, selbst dann, wenn der User mit der Geldkarte bezahlt hat und irgendwelche Fantasiedaten bei der Anmeldung verwendet hatte. Denn rein theoretisch kann man sich sogar mit Mickymaus in Entenhausen in der Donald Duck Straße anmelden, ein Provider ist nicht verpflichtet, die Daten zu verifizieren. Da in diesem Falle ein Prepaid Usenet Zugang gekauft wird, der über die Abbuchung von der Geldkarte auch sofort bezahlt wird, kann es dem Provider ziemlich egal sein, ob die Angaben zu Namen und Adresse korrekt sind oder nicht. Nach verbrauchen des Guthabens beziehungsweise bei einem der Geldkartentarife nach spätestens einem Jahr endet der Vertrag ohnehin automatisch.
Das ist das Höchstmaß an Anonymität, das zurzeit überhaupt im Internet möglich ist. Zumal United Newsserver auch noch über drei seiner insgesamt fünf News-Server kostenlose SSL-Verschlüsselung für den gesamten Usenet Traffic anbietet, so kann auch der Internet Service Provider oder wer auch immer den Internettraffic belauscht, nicht mehr mitbekommen, als das User X. mit dem News-Server Y verbunden ist.

Du kannst also mit deiner Panikmache gerne wieder aufhören, sie entbehrt jeglicher Grundlage. Deshalb wünsche ich sowohl dir als auch allen Lesern einen guten Rutsch und weiterhin viel Spaß im Usenet.
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