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firstload wieder eine Abofalle?

 
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Kavi
Boss hier


Anmeldedatum: 01.08.2006
Beiträge: 1002

BeitragVerfasst am: 18.04.2010, 12:12    Titel: firstload wieder eine Abofalle? Antworten mit Zitat

In einem Video, das bei YouTube online ist, wird ein Fall geschildert, in dem die rechtzeitige Kündigung bei firstload zurückgewiesen wurde, weil sie angeblich an eine falsche E-Mail-Adresse erfolgte.

http://www.youtube.com/watch?v=geLqmd7izUY&feature=player_embedded

Hiermit rufe ich Betroffene, denen es ähnlich gegangen ist, auf sich zu melden.

Denn, für mich ganz selbstverständlich, sollte sich firstload tatsächlich erneut zu einer Abofalle entwickelt haben, werde ich sie nicht nur aus dem Usenet Provider Vergleich entfernen, sondern aktiv Betroffenen im Kampf um ihr Recht beistehen soweit es nach deutschem Recht zulässig ist, denn Rechtsberatung im Einzelfall ist den Anwälten und Verbraucherzentralen in Deutschland vorbehalten und darf auf einer Webseite nicht erfolgen.

Doch auch in diesem Fall kann es für euch alle nützlich sein, wenn in diesem Forum nicht nur Beschwerden gesammelt werden, die eurem Anwalt nützlich sein können bei seiner Argumentation, sondern ebenfalls Gerichtsentscheidungen beziehungsweise, wenn ihr mit einer Beschwerde erfolgreich wart, eine Schilderung des Falles.

Ein weiteres, von dort aus verlinktes Video befasst sich mit erfolgreichen Prozessen gegen die Abmahnanwälte Olav Tank, Syndikus und Kathja Günther. Zwei Amtsgerichte, das Amtsgericht Marburg und das Amtsgericht Karlsruhe stellten fest, dass das Beitreiben einer so genannten Nichtforderung Beihilfe zum Betrug sei und die Gebühren des Anwalts, der sich im Auftrag seines Mandanten dagegen wehrt vom Abmahnanwalt zurückzuerstatten sind.

Leider hat die Feststellung der beiden Zivilgerichte keine Auswirkungen auf die Strafverfolgung. Denn Beihilfe zum Betrug ist selbstverständlich auch eine Straftat, doch das Verfahren gegen die Anwältin Katja Günther wurde eingestellt.

Denn die Staatsanwaltschaft München sieht keine hinreichenden Verdachtsmomente, denn erstens sei Katja Günther nicht für die Gestaltung der Webseiten verantwortlich, sondern betreibe lediglich das Inkasso und zweitens sei bei zumutbarer Aufmerksamkeit ein hinreichend wahrnehmbarer Kosten Hinweis zu finden. Damit fällt die Staatsanwaltschaft gewissermaßen sämtlichen Abgezockten wie auch den Verbraucherzentralen in den Rücken. Das Geschäft mit der Abzocke wird also von der Staatsanwaltschaft abgesegnet weitergehen.

Die weitere Begründung für die Einstellung des Verfahrens lautet, es handele sich nicht um eine Forderung, deren Unbegründetheit von vornherein feststeht, sondern lediglich um eine Forderung mit unsicherer Rechtslage, Letzteres sei keine Beihilfe zum Betrug.

Daraus ergibt sich als weitere Konsequenz, sollten andere Gerichte und Staatsanwaltschaften zu einer ähnlichen Meinung gekommen, dass die Empfehlung, die ein Anwalt in dem Video der Akte 20.10 ausspricht, nämlich selbst anwaltlich gegen solche Firmen vorzugehen und dem gegnerischen Anwalt die Kosten des eigenen Anwalts in Rechnung zu stellen, ins Auge gehen kann.

http://www.youtube.com/user/AntiAbzockTV

Unsere Verbraucherministerin wäre eigentlich gefordert, ein Gesetz einzubringen, dass die Rechtsunsicherheit durch Abzockfallen geschädigter endlich beenden würde, es müsste einfach gesetzlich definiert werden, dass in jedwedem kostenpflichtigen Angebot, egal ob im Internet oder schriftlich unterbreitet, an prominenter Stelle und genügend groß auf die Kostenpflicht hingewiesen werden muss. Das verstecken einer Kostenpflicht, dass, um nochmals die Staatsanwaltschaft zu zitieren, bei zumutbarer Aufmerksamkeit entdeckt wird, sollte in Zukunft als versuchter Betrug gebrandmarkt werden.

Die Staatsanwaltschaft scheint insbesondere zu übersehen, dass üblicherweise nicht Juristen auf solche Webseiten herein fallen, sondern unerfahrene Jugendliche und die einfachen Bürger dieses Landes, mithin die Mehrheit der Bevölkerung. Juristen sind natürlich gewohnt, etwas mit erhöhter Aufmerksamkeit zu lesen. Nicht jedoch der normale durchschnittliche Bürger.

Bislang können Abofallen wie auch ihre anrüchigen Inkassoanwälte in Deutschland ungehindert ihr Millionengeschäft weiterbetreiben, weil der Schutz des einfachen Bürgers vor solchen Praktiken Aufgabe des Gesetzgebers wäre. Doch unsere Verbraucherministerin schimpft lieber über Facebook, obwohl sie in diesem Fall noch nicht einmal juristisch oder gesetzgeberisch irgendetwas unternehmen kann, sondern wie eine kleine Bittstellerin um Gespräche bittet, äußerst beschämend für ein Regierungsmitglied, statt wirklich dort anzusetzen, wo sie definitiv etwas tun könnte zum Schutz der Bürger insgesamt wie auch ihrer Wähler.

Doch an die Wähler erinnert man sich als Politiker wohl nur, wenn gerade eine Wahl bevorsteht, dann macht man haufenweise leere Versprechungen, die man nach der Wahl möglichst schnell vergisst.

Dieses Forum könnte, eure Mithilfe vorausgesetzt, vielleicht tatsächlich dazu beitragen, dass es in Zukunft eine verbraucherfreundlichere Politik gibt und Abofallen der Vergangenheit angehören.

Also meldet euch, wenn auch ihr mit firstload negative Erfahrungen gemacht habt.

Betreffen eure negativen Erfahrungen eine andere Abofalle, dann gibt es auch dafür hier im Forum den richtigen Platz, entweder, wenn es sich um einen Usenet Anbieter handelt, in dem dazugehörigen Thread oder in dem allgemeinen Thread Abofallen.
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