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Linse
Schreib mal was!


Anmeldedatum: 03.08.2006
Beiträge: 4

BeitragVerfasst am: 03.08.2006, 03:22    Titel: aktuelle Filme Antworten mit Zitat

In der Werbung von einigen Usenet Providern steht: Alles legal.
Ich habe mit Yabse gerade einen Film entdeckt, der noch in den Kinos läuft. Ist das legal, wenn ich den aus dem Usenet lade?
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Sunnyboy
Weiss, worums geht


Anmeldedatum: 02.08.2006
Beiträge: 24

BeitragVerfasst am: 03.08.2006, 03:33    Titel: Antworten mit Zitat

Das würde mich auch interessieren.
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markus
Junior Boss


Anmeldedatum: 16.08.2006
Beiträge: 202
Wohnort: Heidenheim a.d.Brenz

BeitragVerfasst am: 19.08.2006, 02:15    Titel: Antworten mit Zitat

Tja, eine Gute Frage. Was ist legal. Natürlich ist es nicht legal, sich urheberrechtlich geschütztes Material, Beispielsweiße Aktuelle Kinofilme zu laden. Legal ist es aber, sich Filme, die zum Beispiel schon mal im Fernsehn liefen oder deren Lizenz abgelaufen ist, sich für PRIVATE Zwecke zu laden. Die Dateien dürfen dann auch nicht weitergegeben (auser im engsten Verwandtenkreis meines Wissens) oder in der Öffentlichkeit gezeigt werden.

Meines Wissens wird in der Werbung auch nicht mit ALLES Legal geworben, sondern nur, dass man sich Sachen legal herunterladen darf. Aber ich will jetzt keine Gerüchte in die Welt setzen...
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Mike
Weiss, worums geht


Anmeldedatum: 02.08.2006
Beiträge: 17

BeitragVerfasst am: 27.10.2006, 20:48    Titel: Antworten mit Zitat

Mich würde ja mal interessieren, wie das in anderen Ländern gehandhabt wird. Wenn ich mir die stetige Verschärfung deutschen Urheberrechts ansehe, kann ich nur vermuten, dass die Film- und Musikindustrie über eine ausgezeichnete Lobby in Berlin verfügt und unsere verehrte Justizministerin sich sehr beeilt, die Wünsche der Industrie zu erfüllen.

Was mag da an Geld fließen, Aufsichtsratsmandate, Beraterverträge und Parteispenden?

Nennt man sowas Demokratie?
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Sunnyboy
Weiss, worums geht


Anmeldedatum: 02.08.2006
Beiträge: 24

BeitragVerfasst am: 21.12.2006, 17:40    Titel: Antworten mit Zitat

Die Werbung einiger Usenet Provider sagt zwar nicht gerade, dass es legal ist, sich die neuesten Filme aus dem Usenet zu laden, aber wenn man mit alles legal wirbt, erweckt man ja doch einen solchen Eindruck.

Zitat:
Legal ist es aber, sich Filme, die zum Beispiel schon mal im Fernsehn liefen oder deren Lizenz abgelaufen ist, sich für PRIVATE Zwecke zu laden.


Das stimmt so auch nicht. Eine ganze Reihe Filme, die schon etliche Male im Fernsehen liefen, werden irgendwann auch als DVD vermarktet. Es ist sicher nicht legal, Raubkopien dieser DVD`s ins Usenet zu laden oder sich daraus runterzuladen.

Du kannst völlig legal jede Fernsehsendung aufzeichnen und ausschließlich für private Zwecke auch vervielfältigen. Aber Du hast nicht das Recht, diese Aufzeichnungen oder Kopien an Dritte weiterzugeben. Auch nicht über das Usenet. Das etwas schon mal im Fernsehen gelaufen ist, hebt ja das Urheberrecht nicht auf.

Ziehst Du es Dir aus dem Usenet runter, ist das sicher auch nicht legal. Bloß kann man im Nachinein wohl kaum feststellen, ob Du es selbst aufgezeichnet hattest (legal) oder aus einer anderen Quelle hattest.

Nach 75 Jahren erlischt das Urheberrecht. Dann darft Du alles mit so einem Werk machen, auch vervielfältigen und weiterverkaufen. Aber keinen Tag früher.

Dass das Usenet an sich legal ist, hebt ja keine Rechte auf. Man kann auf legale Weise mit dem Usenet umgehen oder auf illegale Weise, denn auch im Usenet gilt für einen deutschen User deutsches Recht.
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dadaniel124
Schreib mal was!


Anmeldedatum: 07.03.2011
Beiträge: 4

BeitragVerfasst am: 07.03.2011, 19:30    Titel: Antworten mit Zitat

das ist echt interessant. ich hatte mich schon länger gefragt, was legal und was illegal ist. Ich denke, dass es sich hierbei um eine Grauzone handelt. Wie schon gesagt wurde, aktuelle Kinofilme sind und bleiben Raubkopien, auch wenn man Geld dafür bezahlt, während ältere Filme eigentlich legal sein müssten. Ab wann weiss man, ob eine Lizenz abgelaufen ist? Ist das echt, dann wenn der Film im Fernsehn lief? Oder schon früher

Danke!
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Kavi
Boss hier


Anmeldedatum: 01.08.2006
Beiträge: 1002

BeitragVerfasst am: 07.03.2011, 22:01    Titel: Antworten mit Zitat

Das Urheberrecht erlaubt die private Kopie, das gilt auch für Kopien, die man im Freundeskreis verteilt. Die Rechtsprechung hat sich inzwischen auf durchschnittlich 7 erlaubte Kopien für Freunde eingeschossen.

Allerdings ist die Voraussetzung für die erlaubte private Kopie, dass das Original nicht erkennbar aus einer illegalen Quelle stammt und die Kopien unentgeltlich weitergegeben werden. Berechnet werden darf nur der verwendete Rohling.

Eine Fernsehsendung ist selbstverständlich legal, zeichnet man eine Fernsehsendung auf und verteilt die höchstzulässige Zahl privater Kopien im Freundeskreis, ist nichts dagegen zu sagen. Selbstverständlich darf man dazu auch die Werbeeinblendungen rausschmeißen. Die Fernsehsendung ohne Einwilligung des Senders oder Inhabers der Nutzungsrechte beziehungsweise des Urheberrechts über das Usenet zu verbreiten ist nicht legal und somit ist auch die private Kopie bei einem Download einer nicht genehmigten Verbreitung über das Usenet nicht vom Urheberrecht gebilligt.

Allerdings dürfte es den Rechteinhabern schwer fallen, zu beweisen, dass es sich nicht um eine aufgezeichnete Sendung sondern um einen illegalen Download aus dem Usenet handelt. Das könnte ohnehin nur dann zur Diskussion stehen, wenn ein PC beziehungsweise Datenträger beschlagnahmt wird und die Frage gestellt wird, ob die Filme legal oder illegal auf den Datenträgern sind. Im übrigen ist das Urheberrecht kein Offizialdelikt, sondern ein Privatklage Delikt und Ermittlungen können nur auf Antrag der Rechteinhaber erfolgen, die Ermittlungsbehörden sind nicht befugt, ohne eine Anzeige durch den Rechteinhaber im Bereich des Urheberrechts von sich aus zu ermitteln. Das ist ein ganz wichtiger Punkt, den viele Polizisten entweder nicht kennen oder nicht kennen wollen. Im Falle eines Falles immer einen Anwalt einschalten.

Bei Filmen, die es bisher nur im Kino gab, kann man wohl davon ausgehen, dass es keine legale Quelle für eine private Kopie gibt. Anders sieht die Sache aus, wenn der Film bereits als DVD beziehungsweise Blueray verkauft oder verliehen wird. Soweit der originale Datenträger nicht durch DRM gegen Kopieren geschützt ist, darf man sich davon im Rahmen der erlaubten Privatkopie Kopien ziehen. Nicht jedoch, wenn dazu irgendwelche Kopierschutzmaßnahmen technisch umgangen werden müssen. Das ist seit dem zweiten Korb des Urheberrechts verboten, seitdem ist auch Software illegal, mit der man einen Kopierschutz umgehen kann.

Das Urheberrecht ist eine sehr komplizierte Geschichte. Wir reden nicht von gemeinfreien Werken, also allen Werken, deren Urheberrecht bereits abgelaufen ist (bei Filmen die absolute Ausnahme, denn in Deutschland gilt das Urheberrecht 70 Jahre über den Tod des letzten Beteiligten Urhebers hinaus, wobei bei Filmen oft die Produktionsgesellschaft das alleinige Urheberrecht hat und es überhaupt keine natürlichen Personen gibt, die ein Urheberrecht an dem Film geltend machen können. Das macht die Berechnung der Fristen noch schwieriger, denn es kommt auf die Verträge an, die Regisseur, Kameramann, Drehbuchautor Schauspieler und sonstige Beteiligte mit der Produktionsgesellschaft geschlossen haben. Waren sie für diesen Film Angestellte, haben sie keine eigenen Rechte, ist der Vertrag anders gestaltet, können daraus auch Urheberrechte der Beteiligten entstehen.
Noch komplizierter ist es mit der Filmmusik, für die meistens von bereits eingespielten Werken die Nutzungsrechte für diesen Film erworben werden, da gilt ganz klar als Stichtag der Tod des letzten Beteiligten Urhebers für die Berechnung der Fristen des Urheberrechts.), sondern wir reden von urheberrechtlich geschützten Werken.

Da gibt es wie gesagt nur das Recht auf Privatkopie mit den einschränkenden Bedingungen (legale Quelle, keine Umgehung eines Kopierschutzes).

Die Geschichte wird nicht weniger kompliziert durch das Verhalten einiger amerikanischer Filmstudios, die gelegentlich schon einige Zeit vor dem Kinostart eine Kopie von sich aus im Usenet verbreiten, um auf dem Film aufmerksam zu machen. Denn in diesem Fall handelt es sich natürlich um eine legale Quelle, doch woran ist das erkennbar? Das Filmstudio würde es auf jeden Fall leugnen. Der einzige Hinweis für den Usenet Provider, über den der Upload in das Usenet erfolgte, dass es sich um eine Werbemaßnahme des Filmstudios handelt, ist der IP Bereich, der oft genug eindeutig einem Studio zugeordnet werden kann. Doch selbst das ist kein Beweis für eine legale Kopie, ebenso gut könnte ein Mitarbeiter des Filmstudios illegal eine Kopie über das Usenet verbreiten.

Meines Erachtens gehört das Urheberrecht insbesondere bezüglich der Verjährungsfristen des Urheberrechts an das Patentrecht angeglichen. Das Urheberrecht ist tatsächlich das einzige Rechtsinstitut, das über einen Zeitraum von mehr als 99 Jahren (das ist die maximale Zeit, die ein befristeter Vertrag Geltung haben darf) gültig ist, denn nur in den seltensten Fällen wird ein urheberrechtlich geschütztes Werk erst in den letzten Lebensjahren des Urhebers geschaffen. Es ist auch das einzige wirtschaftlich verwertbare Gut, auf das keine Erbschaftsteuer anfällt. Ich bin selbst Urheber als Fotograf und kann nicht einsehen, dass noch meine Urenkel und selbst noch deren Erben von meiner Arbeit profitieren sollen.

Ich bin allerdings auch gegen die von der Piratenpartei vorgeschlage Regelung, dass das Urheberrecht mit dem Tode des Urhebers automatisch enden soll. Schließlich kann ich auch andere wirtschaftliche Güter vererben und warum sollte eine Familie nicht für einen überschaubaren Zeitraum durch das Urheberrecht geschützt sein. Denn mit der Vorstellung der Piratenpartei wären die Familien von Urhebern schlechter gestellt als alle anderen. Im Augenblick sind sie deutlich besser gestellt, vorausgesetzt natürlich, das betreffende Werk hat überhaupt und nachhaltig wirtschaftlichen Erfolg. Deswegen muss man es nicht gleich ins Gegenteil verkehren. Außerdem könnte das für jemanden, der ein Interesse daran hat, dass das Urheberrecht dieses Werkes möglichst bald endet, zu dem Gedankenspiel führen, wenn das Leben des Urhebers künstlich abgekürzt wird, hätte man auch den Ärger mit ihm wegen des Urheberrechts nicht mehr.
Zitat:

Ab wann weiss man, ob eine Lizenz abgelaufen ist? Ist das echt, dann wenn der Film im Fernsehn lief? Oder schon früher


Ich denke, diese Frage habe ich in meiner Antwort beantwortet. Es geht nicht um Lizenzen, sondern um die Verjährungsfristen des Urheberrechts. Die haben überhaupt nichts damit zu tun, ob ein Film im Fernsehen gezeigt wird, denn auch der Fernsehsender muss für die Nutzungsrechte bezahlen.
_________________
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dadaniel124
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Anmeldedatum: 07.03.2011
Beiträge: 4

BeitragVerfasst am: 08.03.2011, 11:06    Titel: Antworten mit Zitat

Vielen Dank für tolle Antwort. Alle Fragen beantwortet. Ich hoffe du bist nicht allzu lang drangesessen Smile
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