Das Usenet Forum Foren-Übersicht
Das Usenet Forum
Das Usenet Forum Foren-Übersicht Forenübersicht
FAQ FAQ
Suchen Suchen
Mitgliederliste Mitgliederliste
Profil Profil
private Nachrichten private Nachrichten
Registrieren Registrieren
Login
Benutzername:
Passwort:
Einlogt bleiben 

 

Usenet Guide:

Binary Groups
Text-Newsgroups
Software
Provider
Newsgroups
Urheberrecht, Piratenpartei und die Politik

 
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen    Das Usenet Forum Foren-Übersicht -> Was tut sich in der Politik?
Vorheriges Thema anzeigen :: Nächstes Thema anzeigen  
Autor Nachricht
Kavi
Boss hier


Anmeldedatum: 01.08.2006
Beiträge: 1002

BeitragVerfasst am: 19.09.2012, 18:55    Titel: Urheberrecht, Piratenpartei und die Politik Antworten mit Zitat

Das Urheberrecht hat viel mit dem Usenet zu tun. Auch wenn sich die wenigsten Teilnehmer am Usenet darüber irgendwelche Gedanken machen. Genau deshalb hat es auch was mit dem Urheberrecht zu tun. Denn das Usenet dürfte vermutlich die einzige dauerhafte Möglichkeit sein, Urheberrechtsverletzungen unbeobachtet auf den eigenen Computer zu laden.

In der Diskussion um das Urheberrecht wird polemisiert und ideologisch, statt sachlich argumentiert.

Dabei kommt die ideologische Argumentation in der Hauptsache von der Industrie, die hauptsächlich durch das Urheberrecht existiert. Weniger von den Urhebern selbst, von Ausnahmen abgesehen. Die Industrie geht so weit, zu behaupten, dass 1,2 Millionen Arbeitsplätze durch Piraterie alleine in Europa gefährdet seien. Ich bezweifle, dass es im gesamten Bereich der so genannten Content Industrie in Europa überhaupt so viele Arbeitsplätze gibt.

Man könnte natürlich sämtliche Wissenschaftler in den Universitäten mit dazu zählen, doch die leben nicht vom Urheberrecht, sondern von ihren Gehältern. Für diese Wissenschaftler wie auch die Universitäten ist das Urheberrecht und die praktisch Monopolstellung einiger weniger wissenschaftliche Verlage sogar eher eine Behinderung.

Doch selbst wenn es in der gesamten Contentindustrie Europas tatsächlich mehr als 1,2 Millionen Arbeitsplätze geben sollte, stellt sich die Frage, ob diese durch Piraterie wirklich gefährdet sind oder nicht gerade umgekehrt.

Umgekehrt, wie kann das sein?

Ganz einfach, in den letzten Jahrzehnten der zunehmenden Globalisierung und Marktkonzentration auf immer weniger Anbieter können wir gut beobachten, dass freies Kapital (darunter verstehe ich Gewinne, die nicht für die Lebenshaltung der Eigentümer und nicht für den Bestand beziehungsweise die Fortentwicklung der eigenen Firma benötigt werden) dazu benutzt wird, kleinere Konkurrenzunternehmen aufzukaufen, deren Wissen, deren Patente und die besten Mitarbeiter zu übernehmen und ansonsten die kleinere Firma dicht zumachen. Auf diese Art gehen jährlich hunderttausende Arbeitsplätze verloren. Die hohe Arbeitslosigkeit und die dauerhafte Wirtschaftskrise kommen schließlich nicht von ungefähr.

Hohe Gewinne begünstigen natürlich auch Automatisierung (Automatisierung kostet zunächst Geld, das sich oft erst nach vielen Jahren durch die damit möglichen Einsparungen amortisiert. Ohne genügend freies Eigenkapital kann auch nicht automatisiert werden.), womit weitere Arbeitsplätze vernichtet werden. Im Bereich der Content Industrie ist es insbesondere die Verwaltung und der Vertrieb, der einer Automatisierung zugänglich ist. Im Vertrieb kommt noch hinzu, dass der Betrieb von Servern für den Download von Musik, Büchern usw. nicht nur ein Bruchteil des bisherigen Vertriebs kostet, sondern auch viele Arbeitsplätze im klassischen Vertrieb vernichtet. Angefangen von den Arbeitnehmern, die ein Buch, eine CD usw. herstellen bis hin zu der Putzfrau, die den kleinen Laden um die Ecke, in dem diese Produkte der Content Industrie gekauft werden (konnten), nach Geschäftsschluss geputzt hat.

Es ist also nicht die angeblich fehlende Durchsetzung des Urheberrechts, das diese Arbeitsplätze vernichtet, sondern schlicht und ergreifend das Internet, das den Vertrieb von allem, was digitalisiert werden kann, geradezu revolutioniert und natürlich ebenso wie damals die industrielle Revolution viele traditionelle Arbeitsplätze vernichtet. Das hat jedoch überhaupt nichts mit Piraterie zu tun.

Wissenschaftliche Studien belegen eher das Gegenteil. Insbesondere kleinere Labels und Verlage profitieren von Tauschbörsen und dem Usenet. Denn deren Werke waren in den Zeiten vor der weiten Verbreitung des Internets nur einem winzig kleinen Fankreis überhaupt bekannt. Wenn und soweit unter den kostenlosen Downloads aus Tauschbörsen beziehungsweise dem Usenet jemand leidet, ist es der so genannte Mainstream. So ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass es gerade die Großen der Branchen sind, die am weitesten das Maul aufreißen und jede Menge Lügen verbreiten.

Es waren schließlich auch gerade die Großen der Branche, die in den Zeiten vor dem Tauschbörsen und dem binären Usenet am meisten von den früheren Kanälen profitiert haben.

Wie wird denn ein Musikstück überhaupt bekannt?


Ein Musikstück wird beispielsweise bekannt, in dem es immer wieder im Radio gespielt wird. Damit wird nicht nur das Musikstück selbst, sondern auch der Musiker beziehungsweise die Band bekannt. Doch für diese kostenlose Werbung zahlt die Musikindustrie nicht etwa, sondern lässt sich im Gegenteil noch gut bezahlten, natürlich müssen für jede Sendung auch GEMA Gebühren abgeführt werden. Die ungerechte Verteilung der GEMA Einnahmen sorgt dann ebenfalls dafür, dass es gerade die großen der Branche sind, die davon am stärksten profitieren.

Stellt sich angesichts dessen die Frage, ob ein Urheberrecht überhaupt noch zeitgemäß ist.

Und nun die große Überraschung, ein Urheberrecht ist selbstverständlich nach wie vor erforderlich. Vielleicht sogar noch mehr als jemals zuvor. Das Urheberrecht hatte ursprünglich nicht den Sinn, private Kopien zu verhindern oder im Nachhinein straf- und zivilrechtlich zu verfolgen, sondern die Urheber vor unerlaubten Nachdrucken, also gewerblichen Urheberrechtsverletzungen zu schützen. Dafür wird auch weiterhin ein Urheberrecht benötigt. Und zwar gerade, weil es heute so einfach ist, eine Kopie aus irgendwelchen Kanälen des Internets zu ziehen und gewerblich zu benutzen.

Ich bin Urheber und brauche einen gewerblichen Rechtsschutz. Sonst könnte ich mich gleich als Hobbyfotograf, Hobby Autor und Webdesigner bezeichnen und müsste von Hartz IV leben. Wie oft schon habe ich auf anderen Webseiten mit Usenet Thematik komplette Anleitungen und Artikel aus dem Usenet Guide, eins zu eins kopiert, entdeckt. In der Regel beschränke ich mich zwar darauf, entweder das vom Netz nehmen der Urheberrechtsverletzung zu verlangen oder alternativ zumindest einen Link auf die Quelle zu setzen, das hängt jedoch davon ab, wie die Gegenseite die Urheberrechtsverletzung verteidigt. Manchmal werde ich auch giftig. Überhaupt kein Verständnis habe ich für kommerzielle Unternehmen, die beispielsweise meine Fotos ohne auch nur gefragt zu haben, für ihre eigene Werbung verwenden. In diesem Fall werde ich immer giftig, das heißt, ich schalte einen Anwalt ein.

Stellt sich also die Frage, wie man ein modernes Urheberrecht, das dem Internetzeitalter gerecht wird, gestalten könnte.

Zunächst einmal weg mit den überlangen Schutzfristen. Eine Schutzfrist analog dem Patentrecht würde völlig ausreichen. Es würde auch die Handhabung des Urheberrechts erheblich erleichtern. Es würde auch Kreativität begünstigen, wenn neue Bearbeitungen nach Ablauf der Schutzfrist nicht mehr durch das Urheberrecht praktisch verhindert werden.

Als nächstes müsste das Zitatrecht erheblich ausgeweitet und nicht etwa wie durch das gerade vom Kabinett verabschiedete Leistungsschutzrecht für Verlage eingeschränkt werden. Das gilt insbesondere im wissenschaftlichen und politischen Bereich, eine vernünftige Berichterstattung ist ohne Zitate schlichtweg nicht möglich. Natürlich kann man stattdessen im Internetzeitalter auch auf die Quelle verlinken, man muss deswegen nicht einen ganzen Artikel als Zitat wiedergeben.

Das Urheberrecht sollte sich wieder an echten künstlerischen beziehungsweise wissenschaftlichen Leistungen orientieren. Damit wäre ein Großteil der Erzeugnisse der Musik und Filmindustrie nicht mehr durch das Urheberrecht geschützt. Nur weil etwas als Noten und nicht als Text geschrieben wurde, ist es nicht automatisch ein Kunstwerk. Mir ist andererseits klar, dass man es nicht Juristen überlassen kann, zu beurteilen, was Kunst ist und was nicht. Doch wenn man nicht bereit ist, nach einer Mitte zu suchen, dann müsste das Urheberrecht eigentlich auch für das geschriebene Wort und überhaupt alles gelten, was jemand in welcher Form auch immer von sich gibt. Beim geschriebenen Wort jedoch verlangt man eine gewisse Schöpfungshöhe, damit das Urheberrecht überhaupt greift.

Das Urheberrecht müsste demzufolge bestimmte Mindest Kriterien bestimmen, die erfüllt werden müssen, damit der Schutz durch das Urheberrecht gewährt wird. Und zwar in allen Bereichen des Urheberrechts.

Darüber hinaus sollte es ein gewerbliches Leistungsschutzrecht geben, wie es heute schon im Urheberrechtsgesetz steht. Also beispielsweise der Fotograf, der für einen Kunden einen Auftrag erledigt, sollte durch ein gewerbliches Leistungsschutzrecht ebenso geschützt sein vor anderen Firmen, die sich einfach seiner Arbeit bedienen wie auch der Auftraggeber, der schließlich den Fotografen, die Models und für das Studio beziehungsweise Location bezahlt hat. Natürlich sollte sich ein solcher Schutz ausschließlich auf die nicht genehmigte kommerzielle Nutzung beschränken. Das ist schließlich auch heute schon der Fall, das Urheberrecht erlaubt ausdrücklich die private Kopie, soweit (diese Einschränkung kam erst mit dem zweiten Korb des Urheberrechts) sie nicht unter Umgehung von Kopierschutzmaßnahmen erstellt wird.

Das Urheberrecht sollte vor allem wieder seine ursprüngliche Aufgabe erfüllen, nämlich die Urheber vor wirtschaftlichen Nachteilen durch nicht genehmigte kommerzielle Nutzungen zu schützen. Diese Aufgabe erfüllt das Urheberrecht nur noch sehr bedingt. Tatsächlich ist es im Verlauf der letzten 100 Jahre mehr und mehr zu einem Schutzmechanism für die unter dem Begriff Content Industrie zusammengefassten Verwerter von Urheberrechten mutiert.

Das wird selbst im Bereich der Fotografie überaus deutlich, wenn man sich Gerichtsurteile zu Urheberrechtsverletzungen mit Fotos ansieht. Der einzelne Fotograf ist nahezu schutzlos, von ihm wird sogar erwartet, dass er für die erste Abmahnung keinen Anwalt einschaltet, sondern selbst tätig wird, sonst kann es gut passieren, dass er auf seinen Anwaltskosten sitzen bleibt. Nur wenn seine private Abmahnung erfolglos bleibt, darf er einen Anwalt einschalten. Ganz anders hingegen wenn eine Bildagentur eine Urheberrechtsverletzung verfolgt. Also ebenfalls ein kommerzielles Verwerter von Urheberrechten. Dann werden nicht nur im Verhältnis zu einer Rechtsverletzung zulasten eines Fotografen geradezu astronomische Schadenersatzsummen durch die Gerichte zugebilligt, sondern natürlich auch von Anfang an die Einschaltung eines Anwalts.

Zwei Klassen Recht, wie es schlimmer kaum noch sein kann.

Nun stellt sich die Frage nach der Nutzung von Tauschbörsen und Usenet zum Download von urheberrechtlich geschützten Werken.

Soll man das ganz freigeben?

Natürlich wird praktisch jeder, der das Usenet unter anderem für den Download von Urheberrechtsverletzungen benutzt, sofort mit Ja antworten. Ich könnte jedoch bestenfalls mit einem Jein antworten.

Ich bin nicht für eine völlige Freigabe. Aus dem einen simplen Grund, alle urheberrechtlich geschützten Werke, die unmittelbar für den Endverbraucher hergestellt werden, das betrifft von wenigen Ausnahmen abgesehen den gesamten Bereich des Films, der Musik, der Literatur, der Software inklusive Spiele würde zumindest kommerziell nicht mehr tragfähig sein, wenn der private Download aus Tauschbörsen und Usenet vollkommen legal würde.

Denn selbst das Kino verliert angesichts moderner Projektionstechniken für das Heimkino zunehmend an Attraktivität.

Hier müssten Schutzmechanismen her, die mit dem Internetzeitalter verträglich sind. Das ist natürlich schwierig.

Bekanntlich macht die Musik- und Filmindustrie ihr Hauptgeschäft mit einem neuen Werk innerhalb von weniger als drei Monaten nach der ersten Veröffentlichung. Software und Literatur sind etwas nachhaltiger. Bei Software wird das Geschäft bis zum Erscheinen der nächsten Generation gemacht, das sind ein bis zwei Jahre nach der Erstveröffentlichung.

Eigentlich braucht die Industrie nur für diese Zeiträume einen echten Schutz auch vor privaten Downloads aus nicht autorisierten Quellen.

Das sollte jedoch technisch möglich sein. Denn für diesen Zeitraum bleibt etwas überschaubar und kann beispielsweise gefiltert werden. Da die Industrie ein kommerzielles Interesse hat, die privaten, nicht autorisierten Downloads in diesem Zeitraum zu verhindern, sollten technische Maßnahmen zur Filterung beziehungsweise Herausnahme auch von dieser Industrie bezahlt werden.

Wer unbedingt einen Kinofilm, wie beispielsweise der gerade erst in die Kinos gekommene und hochgelobte "Das Bourne Vermaechtnis" innerhalb dieser drei Monate sehen möchte, weil er unbedingt mitreden will, sollte auch dafür bezahlen. In drei Monaten sind es dann schon wieder ganz andere Filme und Musikstücke, bei denen der eine oder andere glaubt, mitreden zu müssen. Nach dieser Schutzfrist sollte der private Download uneingeschränkt erlaubt sein. Ein guter Film verliert schließlich nicht dadurch an Attraktivität, dass man ihn erst nach drei Monaten kostenlos zuhause anschauen kann.

Ich denke, mit vernünftigen Regularien könnte man sogar Release-Groups davon überzeugen, in den ersten drei Monaten nach einer Veröffentlichung die Finger davon zu lassen. Man könnte es natürlich durch drakonische zivilrechtliche Schadensersatzsummen auch erzwingen. Denn gerade in dieser kurzen Zeit geht es für die Produzenten um die Einspielergebnisse. Sollte es tatsächlich zu einem Verlust von 20 % führen, wie in wissenschaftlichen Gutachten, die am Ende dieses Artikels verlinkt sind, festgestellt wurde, dann müssten sich die Schadensersatzforderungen in dieser Zeit nicht gegenüber jemand, der in einer Tauschbörse durch den Zwangs-Upload automatisch selbst zum Rechtsverletzer wird sondern gegen diejenigen, die die illegale Kopie überhaupt erst ermöglicht haben, auch an den tatsächlichen Verlusten orientieren.

Ich denke, mit vernünftigen Regularien könnte man sogar einen internationalen Pool zustandebringen, in den jeder Usenet Provider einen kleinen Obolus pro Nutzer bezahlt, ähnlich der Abgabe auf CDs und andere Datenträger, der auf die Urheber beziehungsweise beim Film die Produzenten verteilt wird.

Damit bin ich allmählich beim Schluss das langen Artikels angelangt.

Die Politik und das Urheberrecht

Das Problem, nicht nur für die Piratenpartei, sondern für alle Politiker, die das Urheberrecht liberalisieren möchten, sind internationale Verträge, die völkerrechtlich auch für Deutschland absolut verbindlich sind. Dazu kommen EU-Richtlinien, die ebenfalls mehr oder minder verbindlich sind, solange Deutschland Teil der EU ist. Dass ich kein Freund der EU und des Euro in ihrer jetzigen Form bin, kann man an anderer Stelle in diesem Forum nachlesen. Nicht, weil ich nationalistisch eingestellt wäre, sondern weil die demokratischen Errungenschaften der letzten 100 Jahre durch diese Form der EU allmählich wieder vor die Hunde gehen. Aber das nur am Rande.

Es gibt weitere internationale Verträge, aus denen die Bundesrepublik als exportorientiertes Land gewiss nicht austreten kann. Diese Verträge schreiben gerade auch im Bereich des Urheberrechts Standards vor, die nicht ohne Bruch der Verträge liberalisiert werden können.

Eine Liberalisierung ohne Bruch der internationalen Verträge wäre also nur im Einvernehmen mit der Mehrheit der Staaten, die diese Verträge ratifiziert haben, möglich. Das macht die politische Dimension sehr deutlich. Man kann also nur in dem Rahmen, der durch diese Verträge möglich ist, das Urheberrecht liberalisieren ohne die wirtschaftliche Existenz Deutschlands zu gefährden.

Das Problem für die anderen, die das Urheberrecht unbedingt verschärfen möchten, ist ganz schlicht auf einen Nenner gebracht: das Internet ist keine nationale Angelegenheit, Gesetzgebung und Rechtsprechung hingegen wohl. In diesem Fall muss ich wirklich sagen Gott sei Dank.


Die Piraten Partei und das Urheberrecht

Ich bin ziemlich enttäuscht, was bisher von führenden Mitgliedern der Piratenpartei zu diesem Thema gekommen ist. Auch unter dem Gesichtspunkt, dass internationale Verträge verbindliche Mindeststandards für urheberrechtlichen Schutz vorschreiben, sind die Verlautbarungen und Arbeitspapiere geradezu lächerlich. Selbst die SPD geht mit ihren Forderungen nach einer Liberalisierung des Urheberrechts teilweise über die Forderungen der Piraten hinaus.

Von gespaltenen Persönlichkeiten wie der Autorin eines fragwürdigen Buchs, die massiv gegen kostenlose Downloads dieses Buchs vorgeht und gleichzeitig das Urheberrecht angeblich am liebsten abschaffen möchte, möchte ich erst gar nicht reden. Eine Frau, die sich in öffentlichen Verlautbarungen auf ein primäres Geschlechtsteil reduziert, ist für mich ohnehin indiskutabel. Oder denkt sie etwa auch damit?

Ich hatte eigentlich gehofft, dass zumindest das Kernthema der Piratenpartei sachlich diskutiert wird und in realisierbaren Forderungen, die nicht noch hinter den Forderungen von SPD, Grünen und FDP zurückbleiben, einen Ausdruck findet. Dafür brauche ich sie nicht zu wählen.

http://www.hss.caltech.edu/~mshum/ec106/strumpf.pdf
http://davidjhblackburn.com/papers/blackburn_fs.pdf
http://www.serci.org/2010/Handke.pdf
http://ideas.repec.org/p/hhs/uunewp/2010_018.html
http://www.ipo.gov.uk/ipreview-finalreport.pdf
http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/17/078/1707899.pdf
_________________
Usenet Infos topaktuell!
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:   
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen    Das Usenet Forum Foren-Übersicht -> Was tut sich in der Politik? Alle Zeiten sind GMT
Seite 1 von 1

 
Gehe zu:  
Du kannst keine Beiträge in dieses Forum schreiben.
Du kannst auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.

  Impressum Usenet-Suchmaschinen