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firstload im ORF

 
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Kavi
Boss hier


Anmeldedatum: 01.08.2006
Beiträge: 1002

BeitragVerfasst am: 22.08.2008, 22:29    Titel: firstload im ORF Antworten mit Zitat

Dieser Kommentar sollte eigentlich im ORF Forum stehen, ist jedoch länger, als dort erlaubt. So gibt es ihn stattdessen hier mit einem Link vom ORF Forum.

Die zugrude liegende Meldung:

http://futurezone.orf.at/it/stories/302120/

Herr Manak hatte sich auch schon lautstark gegenüber einem anderen Usenet Provider über die Werbung von firstload beschwert. Dies verwundert umso mehr, als noch nicht einmal andeutungsweise von irgendwelchen Urheberrechtsverletzungen, die man via firstload aus dem Usenet laden kann, in der Werbung die Rede ist. Herrn Manak stört es einfach, dass das Usenet plötzlich in aller Munde ist, zumindest in Wien. Damit es auch österreichweit bekannt wird, hat Herr Manak auch noch eine Pressekonferenz einberufen, in der über die ach so böse Firma firstload schimpft und damit erst bekannt macht, dass es auch im Usenet aktuellste Filme zum Download gibt. Übrigens, wer sich an der Werbung von firstload stört und dennoch über einen österreichischen Usenet Provider ins Usenet möchte, sollte sich einmal das Angebot von simonews ansehen.

Parallel verhandelt der VAP mit einem Konsortium aus Usenet Providern über ein Usenet 2.0
In diesem Konsortium ist nach meiner Information auch firstload vertreten. Denn das Usenet 2.0 soll das leisten, wozu die österreichische Film- und Musikindustrie absolut unfähig ist. Kostenpflichtige Downloads aktueller Filme anzubieten. Denn nur das Usenet kann auch größte Datenmengen mit voller DSL Geschwindigkeit zum Kunden bringen.

Die Äußerungen, die der ORF von der Pressekonferenz in Wien wiedergibt, zeigen einmal mehr, wie unfähig sich die Film - und Musikindustrie nicht nur in Österreich gebärdet, seit es das Internet überhaupt gibt.

Statt Geschäftsmodelle zu entwickeln, die das Internet und das Usenet zum Vertrieb nutzen, fordert man einen Überwachungsstaat, gegen den selbst das Dritte Reich ein Waisenknabe war. Es war übrigens auch damals die Industrie, von der Hitler seine hauptsächliche Unterstützung erhielt.

Die Ankündigung einer Klage gegen firstload ist geradezu lächerlich. Erstens verstößt firstload gegen kein Gesetz mit seiner Werbung, zweitens ist der Firmensitz von firstload in Dubai und damit für die österreichische Justiz unerreichbar.

Gerade angesichts des Usenet ist auch die Forderung nach Vorrats Datenspeicherung, Sperre von Usern, die sich Urheberrechtsverletzungen aus dem Usenet geladen haben und Ähnliches mehr schlicht lächerlich. Denn Usenet Provider können überhaupt nicht feststellen, was sich jemand aus dem Usenet lädt. Damit ist das Usenet die sicherste Download Plattform überhaupt. Einen Usenet Provider als Trittbrettfahrer der Conent Industrie zu bezeichnen, ist nicht nur beleidigend und sollte Gegenstand einer Strafanzeige werden, sondern auch ignorant gegenüber dem Usenet. Denn das Usenet existiert schon viel länger, als es überhaupt digitalisierte Musik und Filme gibt. Dass das Usenet als eine weltweite Plattform von Usern unter anderem auch zum Austausch aller möglichen Dateien benutzt wird, macht wieder das Usenet noch einen Usenet Provider zu einem Trittbrettfahrer.

Dass die Content Industrie generell mit gefälschten Zahlen arbeitet, ist inzwischen hinreichend bekannt. Ein Beispiel:
Giganews, der größte Usenet Provider der Welt, wurde von der RIAA aufgefordert, 72 Newsgroups zusperren, weil deren Inhalte angeblich überwiegend amerikanisches Urheberrecht verletzen würden. Doch eine Bestandsaufnahme dieser Newsgroups über einen Zeitraum von 200 Tagen ergab weniger als 0,5% Urheberrechtsverletzungen, die die Interessen der RIAA betrafen. Selbstverständlich lehnte Giganews die Sperre dieser Newsgroups ab.

Gerade das Usenet bietet allen Inhabern von Urheberrechten eine Möglichkeit, die es in keiner Tauschbörse gibt. Denn, wenn man im Usenet eine Urheberrechtsverletzung entdeckt, braucht man als Inhaber des verletzten Rechts nicht mehr zu tun, als eine Mail an den Usenet Provider zu schicken, über den diese Rechtsverletzung hoch geladen wurde. Wer das ist, geht aus dem header eines Postings klar hervor. Denn dieser Usenet Provider kann auch die weltweite Löschung dieses Postings aus dem Usenet veranlassen. Alleine bei Giganews gingen im ersten Halbjahr 2007 rund 88.000 solcher Löschungsnachrichten hinaus. Die amerikanische Musik und Filmindustrie bedient sich auch dieser Möglichkeit, statt auf die Usenet Provider als angeblichen Trittbrettfahrern zu schimpfen.
Einmal mehr zeigt sich die Unfähigkeit der Musik und Filmindustrie und ihrer Verbände. Denn sowohl in Österreich als auch in Deutschland macht man genau von dieser Möglichkeit keinen Gebrauch und schimpft stattdessen über das Usenet.

Das nächste betrifft die Rechnung mit dem angeblich entgangenen Gewinn. Wie kann einem ein Gewinn entgehen, wenn es überhaupt keine Möglichkeit gibt, in Österreich einen bestimmten Film legal zu erwerben? Wenn man den Film nur über eine Tauschbörse oder wesentlich schneller aus dem Usenet laden kann? Ohne Tauschbörsen und Usenet wäre Österreich angesichts der Politik seiner Content-Industrie dazu verurteilt, hinter dem Mond zu leben. Als ob es nicht reichen würde, dass die Verantwortlichen in der Musik und Filmindustrie Österreichs und ihrer Verbände hinter dem Mond leben. Nur weil diese Leute selbst so ignorant sind, verlangen sie auch von den Bürgern, gefälligst nur das zu konsumieren, was man ihnen vorsetzt.

Liebe Vorstände der Film und Musikindustrie und der Verbände. Räumt schnellstens eure Sessel für Leute, die fähig sind, mit modernen Techniken umzugehen. Ich selbst bin inzwischen auch über 50 und dennoch in der Lage, mich auf die neuen Techniken einzustellen. Unfähigkeit ist keine Frage des Alters.

Wer durch diesen ganzen Rummel erst neugierig geworden ist auf das Usenet, kann sich im Usenet Guide neutral informieren.
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