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GEMA erwirkt einstweilige Verfügung gegen UseNeXT

 
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Kavi
Boss hier


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BeitragVerfasst am: 25.01.2007, 11:07    Titel: GEMA erwirkt einstweilige Verfügung gegen UseNeXT Antworten mit Zitat

http://www.heise.de/newsticker/meldung/84226
http://www.golem.de/0701/50147.html
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markus
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BeitragVerfasst am: 25.01.2007, 16:26    Titel: Antworten mit Zitat

Naja, was soll man bei diesem Provider mit so Aggressiver auch anderes erwartet haben...Naja, ich für meinen Teil weis zumindest, mit was ich Garantiert NICHT Werben werde ^^
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Gruß: Markus

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Kavi
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BeitragVerfasst am: 26.01.2007, 11:41    Titel: Pressemitteilung von Usenext Antworten mit Zitat

Das Pressebüro von Usenext hat mir heute die folgende Erklärung zugesandt:

MIT DER BITTE UM VERÖFFENTLICHUNG!
Betrieb von UseNeXT durch GEMA-Verfügung nicht betroffen
25.01.2007 - Die Aviteo Ltd. mit Sitz in München hat gegen die am 22.01.07 von der GEMA
erwirkte einstweilige Verfügung des Landgerichtes Hamburg noch am gleichen Tag
Widerspruch eingelegt. Der Verfügung, die ohne vorherige mündliche Anhörung erlassen
wurde, war eine Abmahnung der GEMA vom 19.12.06. vorausgegangen.
Mit dem Beschluss soll es der Aviteo Ltd. vorläufig untersagt werden, mit einzelnen Werken
aus dem GEMA-Repertoire den Dienst zu betreiben. Des Weiteren wurde verfügt, dass die
Aviteo Ltd. nicht mehr mit möglicherweise missverständlichen Formulierungen werben dürfe,
die geeignet sein könnten, Kunden des Dienstes rechtswidrige Nutzungsmöglichkeiten nahe
zu legen.
Die Aviteo Ltd. sieht den Betrieb des Dienstes durch die Verfügung nicht betroffen. UseNeXT
als reiner Wiederverkäufer von Usenet Zugängen, hat selbst keinen Einfluss auf die Inhalte.
Anders als beispielsweise RapidShare.de hostet UseNeXT keine Dateien. Sofern UseNeXT
über urheberrechtlich geschützte Dateien im Usenet in Kenntnis gesetzt wird, leitet sie diese
Informationen umgehend zur Untersuchung/Löschung an die betroffenen Usenet Provider
weiter. Dies ist auch bei den von der GEMA reklamierten Dateien geschehen.
Hinsichtlich der beanstandeten Kommunikation stellt die Aviteo Ltd. klar, dass man mit dieser
keineswegs Nutzer zu Rechtsverletzungen verleiten habe wollen. Vielmehr verdeutlichen
Begriffe wie "ungefiltert" oder "anonym" Grundeigenschaften des Usenet. Dieses offene,
dezentral organisierte, weltweite Nachrichtennetz ermöglicht bereits seit Ende der 70er Jahre
Benutzern, Informationen ohne staatliche und sonstige Filterung auszutauschen. In vielen
autoritären Staaten ist das Usenet daher der Zensur unterworfen.
Dass die dem Usenet innewohnende Freiheiten von einem kleinen Teil der Nutzer
missbraucht werden kann nie zu 100% ausgeschlossen werden. UseNeXT wird auch
weiterhin konsequent kenntlich gemachte Rechtsverstöße an die entsprechenden Usenet
Provider weiter leiten. Es kann nicht toleriert werden, dass ein kleiner Teil missbräuchlicher
Nutzung ein ganzes System, deren Nutzer und Anbieter ungerechtfertigt in Misskredit bringe.
2
Über Aviteo
Die Aviteo Ltd. (München) verkauft Zugänge zu Usenet Providern. Namhafte deutsche
Provider für einen Zugang ins Usenet sind T-Online, Arcor oder Freenet, namhafte
internationale Provider sind Giganews und Supernews. Anders als besagte Provider betreibt
Aviteo keine Usenet Server. Aviteo kauft Zugänge bei Usenet Providern ein und verkauft
diese an seine Kunden weiter.
Über das Usenet
Bei dem seit mehr als 25 Jahre bestehenden, dezentral organisiertem Usenet handelt es
sich um ein textbasiertes Forensystem. Der Zugang für den Zugang ist ein Interface nötig.
Das wohl bekannteste rein internetbasierte Interface bietet der weltgrößte
Suchmaschinenbetreiber Google an. Durch einen Klick auf "Groups" über dem Suchfeld ist
es jedem Internetnutzer möglich, ohne persönliche Identifizierung, also gewissermaßen
anonym, in zahlreichen nicht moderierten Diskussionsforen frei seine Meinung äußern bzw.
Inhalte hoch laden zu können.
Das bekannteste softwarebasierte Interface stellt der weltgrößte Softwarehersteller Microsoft
zur Verfügung. Mit dem auf jedem windowsbasierten Betriebssystem verfügbaren kostenlos
mitgelieferten Software Outlook-Express steht praktisch jedem Nutzer eine leistungsstarke
so genannte Newsreadersoftware zur Verfügung. Microsoft nutzt das Usenet um einen
Großteil seines Kundensupports abzubilden.
Auch UseNeXT stellt seinen Kunden kostenlos ein eigenes Softwareinterface zur Verfügung,
welches einen sehr benutzerfreundlichen Zugriff auf das Usenet ermöglicht.
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paledefang
1ter Post


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Beiträge: 1

BeitragVerfasst am: 26.01.2007, 15:46    Titel: Antworten mit Zitat

Tachchen.

Die GEMA hat wieder mal nichts zu tun wie es aussieht. Smile

Zuerst die EV gegen Rapidshare und dann gegen Usenext. Das Usenext selbst mitschuld durch die aggressive Werbung trägt, ist sicherlich zutreffend.
Ich kann mir nicht vorstellen, das die EV bestand haben wird, da Usenext tatsächlich selbst keine Server betreibt, sondern ein Reseller (von news-service.com ?) ist.
Ich frage mich nur, wenn sie als Zugangs-Provider eingestuft werden sollten, ob sie dann nicht ab Herbst zum loggen verpflichtet werden könnten, sollte der Gesetzesentwurf zur Umsetzung der EU-Richtlinie (Vorratsspeicherung der Verbindungsdaten) tatsächlich verabschiedet werden.

Mich persönlich betrifft es nicht, da mein Usenet-Provider nicht in DE sitzt. Laughing
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Kavi
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BeitragVerfasst am: 26.01.2007, 16:43    Titel: Vorratsdatenspeicherung Antworten mit Zitat

Man muss hier etwas differenzieren.
Selbstverständlich speichert ein Provider die Verbindungsdaten, alleine schon zu Abrechnungszwecken.
Was geht denn aus diesen Verbindungsdaten hervor?
Dass der User XY am ... von bis eingeloggt war und sich soundsoviel GB heruntergeladen hat.

Das entscheidende wäre ja, was er sich im Einzelnen heruntergeladen hat. Das kann mit den zurzeit zur Verfügung stehenden technischen Mitteln nicht geloggt werden.

Vergleich das mal mit Deinem Internet Provider. Der loggt auch mit, welchen Traffic Du von wann bis wann verursacht hast, sowie die dynamisch vergebene IP, die er dir in diesem Zeitpunkt zugewiesen hatte.

Was nach meiner Kenntnis nicht mitgeloggt wird ist, welche Webseiten, FTP Server und was es sonst noch alles per Internet Verbindung gibt, aufgesucht wurden. Die dafür erforderliche Datenbank müsste gewaltige Dimensionen haben und alleine das Schreiben in diese Datenbank würde enorme Hardware Kapazitäten erfordern.

Deshalb wird ja diese Verbindungsdatenspeicherung gefordert. Die Ermittlungen laufen nämlich immer vom Server her. Der Server, von dem Dein Rechner etwas anfordert, muss natürlich wissen, an welche IP diese angeforderten Daten gesendet werden müssen. Das wird denn auch in den Logfiles gespeichert, die je nach Servereinstellung früher oder später gelöscht werden.

Würde jetzt jedoch Dein Internet Provider die Verbindungsdaten bereits nach wenigen Tagen löschen, dann ließe sich im Nachhinein nur für diese wenigen Tage feststellen, wem diese IP zu diesem Zeitpunkt zugeteilt war. Alle Ermittlungen über einen länger zurückliegenden Zeitraum liefen damit ja ins Leere.

So ähnlich läuft das auch mit Newsservern. Die protokollieren lediglich Deinen Traffic, nicht jedoch en Detail Deine Downloads. Aus diesem Grund kann man mit Fug und Recht behaupten, dass das Usenet anonym ist.
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Kavi
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BeitragVerfasst am: 13.02.2007, 13:57    Titel: Usenext und die Bewerbung illegaler Downloads Antworten mit Zitat

Die Presseerklärung von Usenext hört sich ziemlich nach sich winden an.

Tatsache ist, dass Usenet Provider nach einhelliger Rechtsprechung deutscher Gerichte Access Provider sind und nicht etwa Content Provider.

Was heißt das?

Usenet Provider stellen einen Zugang zum Usenet bereit, ohne für die Inhalte des Usenet zu haften. Das ist logisch, denn eine Überwachung des Usenet ist weder technisch noch personell möglich.

Auch ein Internet Provider haftet nicht für die Inhalte der durch seine Server zur Verfügung stehenden Inhalte des Internets. Wobei auch das Usenet ein Bestandteil des Internets ist, ebenso wie das WorldWideWeb, dass oft fälschlich als das Internet angesehen wird.

Nun wird oft eingewendet, im Gegensatz zu einem Internet Provider würde ein Usenet Provider die Inhalte des Usenet ja auf seinen eigenen Servern bereithalten und wäre insofern auch tatsächlich für die über seine Server zur Verfügung stehenden Inhalte haftbar.

Das ist schlichtweg Unsinn.

Denn auch Inhalte des Internets, insbesondere des WWW werden auf Servern der Internet Provider zwischengespeichert. Sind sie deshalb für diese zwischengespeicherten Inhalte verantwortlich?

Nein!

Warum wird zwischengespeichert?

Aus demselben Grund, mit dem auch Dein Browser mit einem Zwischenspeicher, dem Cache ausgestattet ist. Häufig aufgerufene Webseiten werden Dir vom Internet-Provider direkt aus dem Cache seiner Server geliefert, um den Traffic zu minimieren. Nur dann, wenn Du den Aktualisierungsbutton Deines Browsers betätigst und damit die Seite neu lädst, wirst Du über Deinen Internet Provider direkt mit dem Server verbunden. Alles andere kommt aus dem Cache Deines Internet Providers, wie auch dein Browser sich die Daten aus seinem Cache holt, wenn Du eine Webseite innerhalb der für den Cache eingestellten Zeit erneut aufrufst.

Das ist übrigens einer der Gründe, weshalb z.B. ebay so ungeheuer viel Javascript in seine Webseiten packt. Diese Javascripte sorgen unter anderem dafür, dass ebay Seiten nicht aus dem Cache geladen werden, sondern direkt von den ebay Servern abgeholt werden.

Du haftest auch nicht für die Inhalte deines Caches bei Dateien, deren bloßer Besitz bereits strafbar ist. Du haftest erst dann, wenn Du solche Dateien definitiv abspeicherst. Im Gegensatz zum Abspeichern auf der Festplatte oder externen Speichermedien gilt der Cache nämlich als flüchtiger Speicher, obwohl auch der Cache auf der Festplatte abspeichert. Nur sind diese Daten nicht zur entgültigen Speicherung vorgesehen, sondern stehen nach der voreingestellten Aufbewahrungszeit zur Löschung an.

Zurück zum Usenet

Man kann Newsserver in einer gewissen Weise mit dem Cache eines Browsers oder eines Internet Providers vergleichen. Auch die Dateien auf den Newsservern stehen zur automatischen Löschung nach der voreingestellten Aufbewahrungsfrist (Retention) an, werden also nicht dauerhaft gespeichert. Dass diese Aufbewahrungsfrist wesentlich länger ist, als die Aufbewahrungsfrist eines Caches, spielt grundsätzlich keine Rolle.

Ob ein Usenet Provider eigene Newsserver betreibt oder seinen Traffic bei anderen Usenet Providern einkauft, wie das Usenext tut, spielt grundsätzlich keine Rolle. Würde ein Usenet Provider für die Inhalte der über seinen Zugang zur Verfügung stehenden Newsgroups haften, dann dürfte er seinen Traffic eben nur dort einkaufen, wo er auch eine direkte Kontrolle über die verfügbaren Newsgroups hätte. Verkauft er Zugänge, ohne sich vertraglich die Kontrolle zugesichert zu haben, kann er die fehlende Kontrolle nicht als Sachzwang abtun.

Insoweit sind die entsprechenden Passagen der Usenext Presseerklärung zur einstweiligen Verfügung des Landgerichts Hamburg schlichtweg Gewäsch.

Stellt sich also zunächst die Frage, ob die GEMA tatsächlich die Sperrung bestimmter Newsgroups verlangen kann? Um welche Newsgroups es dabei geht, ist wohl keine Frage. Alle Newsgroups mit mp3 im Namen. Eventuell weitere, wenn sie überwiegend der Verbreitung urheberrechtlich gechützter Musik dienen.

Diese Frage wird vermutlich der BGH in letzter Instanz entscheiden, bis jetzt ist das Verfahren ja noch ganz am Anfang.

Würde zugunsten des Sperre Verlangens der GEMA entschieden, würde damit eine Lawine losgetreten, die nicht nur das Usenet oder gar nur Usenext beträfe.

Dann könnte nämlich mit derselben Argumentation von den Internet Providern verlangt werden, reihenweise Websites und FTP Server zu filtern, je nachdem, wo gerade unliebsames Material entdeckt wurde.

Damit wären wir nicht mehr weit von der chinesischen Handhabung des Internets mit seiner strikten staatlichen Kontrolle entfernt. Wer weiß, wer dann noch alles die Sperrung von Webseiten und Newsgroups verlangen würde, weil er sich in seinen Rechten verletzt fühlt.

Da ja ausländische Usenet Provider von einer deutschen Gerichtsentscheidung nicht betroffen wären, würden diese natürlich weiterhin von der GEMA gesperrte Newsgroups anbieten. Die Folge wäre ein weiterer, wenn auch kleiner Geschäftszweig, der Deutschland den Rücken kehrt. Die deutsche Politik und Rechtsprechung hat ja mit großem Erfolg zu einer den schlimmsten Zeiten der Weimarer Republik vergleichbaren Arbeitslosigkeit geführt.

Immer mehr Unternehmen kehren Deutschland den Rücken zu. Fragt sich, wem die deutsche Musikindustrie ihre überteuerten Produkte noch verkaufen will, wenn sich außer einigen Wohlhabenden niemand mehr das leisten kann.

Ein ganz anderes Kapitel ist die Werbung für das Usenet.

Jeder, der das Binary Usenet kennt, ist sich bewußt, dass ein nicht unerheblicher Reiz von den urheberrechtlich geschützten Dateien, die in das Usenet hochgeladen werden, ausgeht. Außer mp3 gibt es da ja noch eine Menge mehr. Klassikliebhaber und nicht nur diese, denen die Qualität von mp3 nicht ausreicht, finden in den Lossless Newsgroups Musik ohne Kompressionsverluste, Filmliebhaber finden in einer ganzen Reihe Newsgroups die allerneuesten Filme in Original DVD Qualität, nicht zu reden von all der superaktuellen Software, die keineswegs nur in Newsgroups der Warez Gruppe zufinden ist oder den Millionen und Abermillionen Erotik Binaries, die als Bilder oder Filme in Top-Qualitäten im Usenet sind.

Und fast jeder Usenet Provider wirbt damit.

Keiner dieser Provider tut sich selbst oder dem Usenet damit einen Gefallen. Das wäre in etwa so, als würde ein Internet Provider mit emule, Bittorent und Warez Seiten werben.

Das man dadurch Pferde scheu macht, braucht wohl niemanden zu wundern.

Schade, denn das Usenet inclusive seiner Binary Groups bietet viel mehr Möglichkeiten, als nur den Austausch illegaler Dateien. Letzteres macht auch nur einen winzigen Bruchteil des gesamten Usenet aus. Aber die agressive Bewerbung gerade dieses Teilaspektes des Usenet könnte zum Aus für das deutsche Usenet führen.
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Zuletzt bearbeitet von Kavi am 09.11.2010, 12:10, insgesamt einmal bearbeitet
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BeitragVerfasst am: 19.04.2007, 09:47    Titel: Antworten mit Zitat

Guten Morgen,

beim Thema Werbung kann ich nur zustimmen! Diese "Massenwerbung" ist sicherlich nicht besonders positiv.
Zum anderen muss man Usenext wohl etwas gesondert betrachten, was die Gema-Geschichte angeht. Usenext betreibt einen eigenen Indexserver, welcher die Header erfasst/sortiert (ähnlich der "Kompaktansicht bei manchen Newsreader). Der User greift also auf den Index-Server zu und nicht mehr direkt auf die Header (ist zwar auch möglich, aber der Komfort geht verloren). Und dort liegt wohl nun das Problem, in wie weit Usenext die Erfassung von Urheberrechtlich geschützten "Sachen" ausfiltern müsste. Wobei so eine Filterung natürlich den Index-Server-Betrieb "sinnlos" macht und damit auch die Usenext-Software "unbrauchbar". Wäre auch eine Erklärung, warum bislang nur gegen Usenext vorgegangen wurde.
Daher denke ich, das es nicht unbedingt um ein generelles Verbot irgendwelcher Newsgroups geht, sondern um die Art des Zuganges, welcher im Falle Usenext ohne Index-Server deutlich weniger komfortabel/machbar wäre.
Bislang läuft der Betrieb ja noch, man wird sehen was kommt.

Tschauy

Schlumpfy
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Kavi
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BeitragVerfasst am: 20.04.2007, 17:09    Titel: Urteil GEMA gegen Usenext zum Download Antworten mit Zitat

Das nicht rechtskräftige Urteil des LG Hamburg in Sachen
GEMA gegen Usenext
ist auf der Webseite von Herrn Kremer downloadbar.

Kommentar zum Urteil Sony gegen United Newsserver mit Link auf das Volltext Urteil.

Nach meiner Kenntnis hat Usenext das Klageerzwingungsverfahren eingeleitet, so dass mit einem abschließenden Urteil erst durch den BGH zu rechnen ist.

Das LG München geht mit der Materie Usenet wesentlich realistischer um als das LG Hamburg. Deshalb kommt man dort auch zu dem Schluss, dass eine Überwachung ausgeschlossen ist und eine Mitstörer-Haftung nicht in Betracht kommt.

Zitat:
Und dort liegt wohl nun das Problem, in wie weit Usenext die Erfassung von Urheberrechtlich geschützten "Sachen" ausfiltern müsste.

Ich habe erst durch Deinen Post von diesem Index Sever erfahren. Aber selbst, wenn es eine geeignete Filtersoftware gäbe, wären die Inhalte nach wie vor im Usenet zu haben.
Der Vorteil des Usenet ist ja gerade seine dezentrale Struktur, die es auch unmöglich macht, effektiv zu filtern. Es sei denn, man würde den Upload von Binaries ins Usenet ganz generell verhindern.

Zitat:
Wäre auch eine Erklärung, warum bislang nur gegen Usenext vorgegangen wurde.


Wie das United Urteil zeigt, geht man auch gegen andere Usenet Provider vor. Wenn auch ohne Erfolg.

Ich vermute eher, dass man deshalb an große Usenet Provider herangeht, weil ein kleiner angesichts der Prozesskosten eher dichtmachen würde, als sich auf einen kostspieligen und ungewissen Prozess einzulassen. Damit bekommt man aber nicht das von der GEMA ersehnte Grundsatz-Urteil. Der Chef von Usenext teilt übrigens meine Meinung.

Wobei das Urteil des LG München sehr deutlich auch für diesen Fall die Tendenz zeigt. Meiner Meinung nach wird die GEMA spätestens vor dem BGH verlieren.

Vielleicht wird Herr Stangl für die weitere Vertretung auch Herrn Kremer einbeziehen, der nicht nur ein Spitzen-Jurist ist, sondern auch die Technik des Usenet versteht.
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markus
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BeitragVerfasst am: 21.04.2007, 12:30    Titel: Antworten mit Zitat

Und dass er ein Spitzen Jurist ist hat er wohl mit dem Urteil gegen Sony BMG bewiesen!
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Gruß: Markus

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